im Sinne des Wortes....
Diese Musik geht über perfektes Handwerk weit hinaus. Bei der durchaus zeitgemäßen Musik von After The Ice wird das Beste aus vierzig Jahren Rockgeschichte hörbar.
Beginnt die EP noch mit einer Uptempo-Nummer aus feinsten Ingredenzien von den Groundhogs über Krautrock bis zur Baker-Gurviz-Army und mehr (It Happens All The Time), kommt mit dem zweiten Titel (Tripping) schon ein Kracher, der Kollegen wie The Cult alt aussehen läßt. Spätestens beim dritten Song aber wird klar, dass Paul Lisak nicht nur ein fantastischer Gittarist ist, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Sänger. Hier croont er sich durch einen echten Tear-Jerker (Thursday Morning Waking) wie es auch unsere Virtuosen Mika oder Sting nicht authentischer könnten. Variabel, tonsicher und emphatisch. Mein persönlicher Top-Titel, unprätentiös, ehrlich und bei aller Gefühlstiefe ohne unnötiges Pathos genau auf den Punkt. Mit dem vierten und (leider) letzten Stück (Tube Screamer (Endlich kommt mal der TS-808 zu Ehren)) zeigen ATI, dass sie auch noch ganz anders können, experimenteller nämlich, jazzy und ja, augenzwinkernd.
Das Beste aber: All dies kommt absolut unangestrengt, ehrlich und locker daher.
Ein Wort noch zur Artwork: Genial!
Leute holt Euch diese EP und werdet süchtig. Falls es eine Gegenwelt zu DSDS gibt: Hier ist sie!
And to you, Hamzah, Paul and Laurent, you may be sure that I'll stay tuned. Thanks for bringing your music to us. (By the way is this "Les Landes" at your video?)
Best Wishes und liebe Grüße, Robert Jakob