Ein absolutes Top-Album.
So etwas von einfallsreicher Mischung, Instrumentierung, Gesang... und das in jedem einzelnen Stück des Albums, ohne einen einzigen Hänger - ich bin einfach hin und weg.
Ein Vorrezensent hat das "Diablo Swing Orchestra" mit Knorkator verglichen. Knorkator - die ich sehr schätze - kam mir beim ersten Hören spontan auch in den Sinn. Eine gewisse Ähnlichkeit ist schon aufgrund der Mischung von Metal- und Klassikelementen da, aber Diablo Swing Orchestra ist doch ne ganze Ecke anders... straighter, melodiöser, überraschender instrumentiert und arrangiert. Und natürlich die wunderbare Sopranistin nicht zu vergessen!
Damit möchte ich aber Knorkator keinesfalls schmälern, ihre Stärken sind andere.
Dieses Album ist - wie auch schon viele Vorrezensenten geschrieben haben - etwas völlig eigenständiges. Man rechnet mit nichts bösem, plötzlich ein düsterer Walzer, eine Gypsy-Gitarre, ein Didgeridoo, eine ... ach, ich verrate zu viel, hört euch die hemmungslose und überraschende, aber immer perfekt stimmige Mischung einfach selbst an!
Nachdem ich das Album nun einige Tage länger höre, kann ich noch hinzufügen: Es gehört zu den wenigen Alben, bei denen man schon beim ersten Hören absolut begeistert ist - und es trotzdem immer noch besser wird.
Meine absoluten Favoriten sind im Moment Gunpowder Chant/Infralove. Zwei Stücke, die eigentlich zusammengehören, leider aber unverständlicherweise durch eine Lücke getrennt sind (der einzige kleine Wermutstropfen des Albums). Wären diese beiden Stücke zusammengefügt, erhielte man ein 6:43 langes, absolut mitreißendes und extrem tanzbares Stück!