Einem Freund beschrieb ich dieses Album als "verjazztes Metal-Operngeträller". Hat jemand eine treffendere Beschreibung? Nein, im Ernst, es ist unmöglich, diese Mixtur einzuordnen, weil sie etwas vollkommen Neues darstellt.
Ich glaube, was mich an der Musik vom "Diablo Swing Orchestra" so fasziniert ist der starke Gegensatz zwischen der harten, verruchten Musik, die tatsächlich direkt aus der Hölle kommen könnte, und der engelsgleichen Sopranstimme, die sich in teilweise unglaubliche Höhen schraubt. Besonders im ersten Titel kommt dieser Kontrast deutlich rüber.
Das Spektrum reicht vom eher ruhigen "D'angelo" bis zum fetzigen "Balrog Boogie", vom exotischen "Gunpowder Chant", das von Obertongesang getragen wird (!) bis zu "Wedding March for a Bullet", dessen Name einem schon kalt den Rücken runterläuft und das einen wunderschönen Spannungsbogen beinhaltet.
Das Beste, was ich seit langer Zeit gehört habe!