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Der_Blaue_Reiter ( Red Puma ) - Der_Blaue_Reiter-Nuclear_Sun
Der_Blaue_Reiter-Nuclear_Sun

von Der_Blaue_Reiter ( Red Puma ) 

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Rezensionen

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04.11.09

The catastrophe at Tschernobyl as a musical journey....unique! The people must remember to this madness and this album does it on the best way!!!

Thanx for this
Kosmick

23.12.09

Solltet ihr die Muße haben und die Zeit um dieses Album in Ruhe zu hören,denke ich,werdet ihr die Geschichte um Tschernobyl genau vor Augen haben...
Ist vielleicht etwas harter Tobak um es Weihnachten zu hören,aber ich wollte es unbedingt mitteilen.
Dieses Album erzählt allein mit seiner Musik!Ich kann mich in dieses grausige Szenario hineinversetzen.Es lässt mich nicht mehr los!
Führt es uns doch vor das geistige Auge,welche unsägliche und gefährliche Energiegewinnung Atomstrom bedeutet!Kein Atomkraftwerk ist jemals zu 100% sicher!Ein Fehler und es passiert wieder wie in Tschernobyl.Ich will das nicht haben!Ganz zu schweigen vom Atommüll,den wir unseren nächsten 100 Generationen in den Schoß legen!
Pah!Hört euch das Album an.Für mich DAS Album um wieder mal über Atomkraft nachzudenken!In Gedenken an alle Opfer in Tschernobyl!
Tolle Musik - klasse gemacht!Deshalb volle Punktzahl!

21.12.09

Wie beschreibt man als Mensch des geschriebenen Wortes Musik? Da ich die Antwort nicht kenne, kann ich nur sagen, dass dieses Album eine ganz eigene mythische Stimmung beim Hören erzeugt, die einen unwillkürlich festhält. Man nehme sich ein wenig Zeit und lasse sich gefangennehmen. Da ist jedes Lied schön und alles gehört zusammen.

29.11.09

Für das Genre akzeptabel. Kann man hören.
Acceptable for the genre. Can we hear.

07.11.09

schrecklich „schön“, beklemmend, traurig und von einem dichten, schweren Nebel umhüllt, der den Tod, die Vernichtung und das Verderben in sich trägt, in Form von nuklearen Niederschlag.


Es ist nicht nötig, die Sprache zu verstehen, um die tiefe Traurigkeit, den jähen Zorn und die abgrundtiefe Bitterkeit und Verzweiflung dieser Musik in jeder Faser zu spüren.

Als Gesamterlebnis zutiefst verstörend und desillusionierend und dennoch nicht ohne Hoffnung.

„Nuclear Sun“ steht für SCHMERZ –steht für den Versuch einer Annäherung an einen unsichtbaren und ungeheuerlichen menschgemachten Supergau.

Umso mehr man sich auf dieses Album und seine Aussage einlässt, umso mehr wird man Teil einer in seiner Gänze unbeschreiblichen Apocalypse.

Ein Geniestreich!


Ich habe mich Tschernobyl künstlerisch erstmals vor etwa vor 15 Jahren in dem nachfolgenden "Gedicht" anzunähern versucht und musste sofort daran denken, als ich dieses Album angehört habe.


Tschernobyl bolna

Sergej erzählt mir von „Guten, alten Zeiten“,
von „Früher“ und „Damals“.
Aus seinem Hals wuchert ein Tumor.

Er spricht von einer Frühlingsnacht
im April. Seine gequälte Stimme kippt.
Müde nippt er vom verstrahlten Tee.

„Es war warm gewesen - warm und lau“.
Er erinnere sich genau an den 26. April.
Sergej will und muss erwachsen sein.

Sein Gesicht bricht aus sich heraus.
Zehn war er gewesen und noch ein Kind.
Aber die Wolken und der Wind, die da zogen,
sie bogen Sergej über Nacht zum Mann.

Er trinkt eine Überdosis Becquerel.
„Es ging sehr schnell, viel zu schnell“,
erzählt er mir. „Wir waren dabei
und spannend sei es gewesen. “

Sergej träumt wieder einmal von damals,
als man noch Äpfel und Beeren pflückte,
sich fürs Räuberspiel in den Wald verdrückte.
Damals, als die Natur noch nicht schmutzig war.

Heute blühen Jod, Cäsium und Strontium
hier in den Wäldern und auf den Wiesen.
Asphalt und Fliesen hingegen
geben ihm ein Gefühl der Sicherheit.

Sergej hat faules Blut in sich.
Man sagt, es werde ihm bald sehr schlecht gehen.
Wer man ist, weiß Sergej nicht.

Seine Mutter leide an so etwas wie Radiophobie
und sein kleiner Bruder, der hätte noch nie
einen Baum berührt.

Sergej führt mich in sein kleines Zimmer
und zeigt mir stolz seine Langlaufski,
die er wohl nie mehr nutzen wird.

Müde fährt er sich durch sein stumpfes Haar
und wirft ein Büschel Braun zu Boden.
„Chemotherapie“, lacht er.
„Vielleicht kaufen wir später mal neue...“

Weiß nicht...“, meint er schließlich verlegen.
...eigentlich ist es doch sehr schön hier,
nur eben die Radioaktivität stört“

Ich schaue auf meine Uhr. Es ist sehr spät.
Viel zu spät für Sergej.
Beim Gehen drehe ich mich noch einmal um
und verstumme beim Anblick seines
strahlenden Lächelns.

06.11.09

Zu der Musik kann man eigentlich nicht viel sagen... Hört es euch selber an... Gänsehaut pur !

 

Informationen über das Album

DEU
Freigabe 03. November 2009
Plays 2020 Downloads 147
Favoriten 45 Playlists 12    
Rezensenten 27 Durchschnittliche Bewertung 9.4/10

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