Viele gute ideen!
Diese Rezension melden (Spam, Beleidigung,..)reznamor • 2006-09-22 08:10:23
#12 this weekThe Lagomorpha Experience
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Die Reise beginnt mit dem luftig-verträumten "Skyline", das uns durch die Hochhausschluchten Frankfurts fliegen lässt, bevor dann mit "A Long Journey" der Song des Albums kommt, der am längsten für seine Entstehung gebraucht hat: Die erste Demo entstand im Jahr 2000, der Song selber wurde aber erst 2005 in der Form fertig, wie er hier zu hören ist. Gute Weine brauchen ja auch ihre Zeit, bis sie wirklich trinkbar sind!
Düster geht es dann bei "Back" weiter: Dunkle, bedrohliche Klangwolken ziehen auf, durch die dann aber helle Streicherstrahlen hindurchbrechen und die Soundlandschaft in warmes Licht tauchen. Und was sieht man lieber aus seinem Fenster als Sonnenschein, wenn man am "Early Morning" aus dem Bett steigt?
Mit "Clubby (Two Hearts)" begeben wir uns dann in die Großstadt: bei Nacht: Dunkle Clubs, Lichter überall und fast schon greifbare Energien an jeder Ecke. Hier wird in dunklen Hallen gefeiert, die schwitzenden Körper bewegen sich mit einem seligen Grinsen auf den Lippen zur Musik. Und wenn man nach so einer Nacht am nächsten Morgen die Augen aufschlägt ("Sunday Morning"), die Erinnerungen an die vorhergegangene Nacht wieder hochkommen und man aus dem Fenster auf die Hochhäuser der Stadt blickt, die im Sonnenschein vor einem liegen, dann weiss man, wofür man die ganze Woche gearbeitet hat.
Nach "Sunday Morning" kommt der vielleicht persönlichste Song des Albums: "Insert" ist ein Stück nur mit Klavier und Streichern, das sich besten selbst erklären sollte.
Der achte Song ist nur eine Demo-Version, denn leider ist das Projektfile während der Produktion abhanden gekommen. Trotzdem weist "Unwritten Words" schon ein beachtliches Potenzial auf und durfte deswegen auf diesem Debütalbum nicht fehlen.
Mit "Rain 2006" kommt dann die Neuauflage von einem Song, der bereits vor sechs Jahren auf MP3.com veröffentlicht wurde. In seiner 2006er Version klingt er aber endlich so, wie er schon damals klingen sollte: Regen prasselt auf das Dachfenster, drinnen sitzt man auf der Couch und sieht aus dem Fenster, wie sich die Bäume im Regen bewegen, wie Menschen auf der Straße mit ihren Schirmen am Haus vorbeiziehen und Autos sich ihren Weg durch das nasse Wetter bahnen.
Wer bei "Clubby (Weirdness In My Mind)" einfach nur einen anderen Mix von "Clubby (Two Hearts)" erwartet, wird überrascht sein. Auch wenn zumindest ein Teil des Namens identisch ist, klingt "Clubby 2" doch ganz anders als "Clubby 1": "Clubby 1" ist ein melodischer Musterschüler, während "Clubby 2" sein dreckiger, böser Zwillingsbruder ist, bei dessen Geburt irgendwas schief gelaufen sein muss: Verzerrte Synthi-Sounds, minimalistische Melodien und definitiv tanzbare Beats.
"Pink Clouds In A Green Sky" ist der älteste Song auf diesem Album: Er entstand bereits 1997 und wurde bislang nicht veröffentlicht. Hypnotisierende Synthi-Loops mit minimalistischen Änderungen und ein schleppender Beat machen diese über 12 Minuten lange Komposition zu einem psychedelischen Trip, den man nie mehr vergessen wird. Ein würdiges Finale für ein spannendes Album!
9 rezensionen
reznamor • 2006-09-22 08:10:23
crapouillette • 2006-10-21 00:56:29
Snabisch • 2011-11-30 19:40:30
finferflu • 2006-09-28 14:20:49
counterpoint • 2012-01-13 04:34:37
Jonacid • 2010-03-11 22:31:03
k4n • 2006-10-16 00:52:49
Justin A • 2009-11-27 14:14:56
francois35420 • 2006-09-22 19:57:06
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