Intelligenter Goth-Rock!
Diese Rezension melden (Spam, Beleidigung,..)cos • 2008-10-30 13:12:32
#12 this weekblackest blue
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Nach mehreren EPs ist nun das erste Fulltime-Album von Moonrise fertiggestellt. Die Band hat es darauf geschafft, ihren typischen Sound weiter zu verfeinern und dabei ein abwechslungsreiches Werk zu schaffen, in dem sich alle Stärken von Moonrise eindrucksvoll wiederfinden.
Den Anfang macht gleich der Titeltrack „Blackest Blue“. Aus einer leichten Frühlingsstimmung entwickelt sich ein schwer rockender Midtempo-Sing, der in einem hymnischen Refrain gipfelt.
Weiter geht es mit „Nichts Gespürt“, einem Song, der schon live seit einiger Zeit zu den Highlights von Moonrise-Konzerten zählt. Eingängig-rockend und mit einem bitterbösen Text versehen, animiert er jeden, der nicht vollkommen taub ist, zum Mitsingen.
Zunächst einmal verhalten-elektronisch beginnend, entwickelt sich „Semidemonic Pleasures“ danach zu einem wahren Rockmonster mit ekstatischem Schlusspart.
Mit „7 Years“ als viertem Track geht es dann in eine etwas psychedelischere Richtung, bevor im folgenden Song „Crucify“ wieder mächtig abgerockt wird. Still sitzen bleiben ist auch bei „Regret“ nicht angesagt, das zunächst durch eine eher kalte Atmosphäre besticht, die sich im Laufe des Songs allerdings bis zum grandiosen Finale hin ziemlich wandelt.
Der siebte Song leitet dann den eher ruhigen Part des Albums ein. „Kiss Of The Moon“ basiert auf der Mondscheinsonate von Ludwig van Beethoven und entwickelt sich zu einer eindringlichen Ballade, wie sie typisch für moonrise ist. „Embrace“ führt diese Stimmung dann fort, fügt ihr noch ein paar trippige Elemente hinzu – und explodiert am Ende förmlich.
Weiter geht es dann mit „For Her Love We Cry“: ein treibender Bass, rotzigre Gitarren, schwebende Chöre, das Ganze dann garniert mit eingängigem Gesang in Deutsch und Englisch – Freunde des klassischen Gothic-Rock werden ihre wahre Freude an dem Song haben.
Der vorletzte Track „Through Mists I Walk“ zeigt dann noch einmal die Vielfalt auf, die Moonrise in einem einzigen Song zu entwickeln vermögen: Mal zirpt es elektronisch, dann wird wieder kräftig gerockt, die psychedelischen Momenten treten erneut deutlich hervor und grandiose Melodien springen den Hörer aus allen Ecken an.
Den Abschluss von „Blackest Blue“ bildet dann Paula, und dieser hätte so gar nicht besser gewählt sein können. Aus einem elektronisch-lockeren Start entwickelt sich dann auf beeindruckende Weise die ganze Traurigkeit dieses Songs – und bildet schließlich das Pendant zum Anfang des Albums.
31 rezensionen
cos • 2008-10-30 13:12:32
AstroBiker • 2010-06-24 01:10:19
Rattan • 2011-07-03 07:14:46
fish-kopp • 2010-05-31 22:13:12
Blueline • 2008-10-23 07:57:33
angus65 • 2009-05-02 16:30:44
zerbaer • 2009-10-22 10:40:18
Aidan Pryde • 2009-05-13 18:51:58
Bluecher • 2010-06-26 18:13:40
otisblues • 2010-10-06 07:06:57
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