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Diese Rezension melden (Spam, Beleidigung,..)hansschaf • 2009-08-14 21:50:38
#12 this weekHeimweh
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HEIMWEH – ARNE PAHLKE
Ein kleines und fast versöhnliches Album u.a. über das Älterwerden und das Unbehagen, das mit diesem „irreparablen Zustand“ mehr oder weniger immer einhergeht. Ein Album, das uns von einem alternden Mann erzählt, der sich in sein eigenes Schicksal gefügt hat. Dieser Mann scheint resigniert und dennoch nicht seiner Phantasie und Träume beraubt. Er tönt oft traurig, aber klingt dessen ungeachtet nicht hoffnungslos. Er scheint seltsam verbittert, aber gleichzeitig reicht er sich selbst die Hand zur Versöhnung.
Der Mann nimmt sein Schicksal an. Aber nicht etwa, weil er dieses – sein Schicksal - so sonderlich lieb gewonnen hätte. Nein, sondern einfach deshalb, weil er keine andere Wahl hat.
Unseren Mann trägt das Heimweh nach einer besseren Zeit und einer für ihn glanzvolleren Welt. Doch natürlich weiß unser Mann, dass er ein närrischer Träumer ist. Er weiß um die Realität. Er hat diese Realität schließlich bis zur Selbstzerfleischung durchleuchtet. Und dennoch ..oder gerade deswegen ..stellt er ihr seine Träume und Hoffnungen und sein kindliches Gemüt entgegen.
Einige Zutaten, die bislang auf allen von mir geschaffenen Alben stets vertreten waren – sucht man hier (fast) vergebens. Dieses Album enthält keinen offenen Zynismus. Doch der Nährboden, aus dem Zynismus wächst – den findet man auch hier – nämlich die Verbitterung. Dieses Album ist auch nicht aggressiv und führt keinen Krieg.
Die Schlacht scheint vielmehr verloren. Und die Verlierer haben ihre Plätze in den Hinterzimmern eingenommen. Und vielen von ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihr Heimweh nach einer für sie besseren Zeit und Welt.

9 rezensionen
hansschaf • 2009-08-14 21:50:38
lunar_train • 2010-05-10 23:47:55
CRAPULBLUES • 2009-08-18 23:56:39
C.A.M.P. • 2009-08-18 12:44:04
Zens • 2009-08-18 14:06:20
Gaby Cardoso • 2009-08-20 00:52:02
renvanhirk • 2009-08-21 07:38:07
balthaz • 2009-08-25 14:54:11
killme • 2009-08-21 10:59:37
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