playlist artwork#12 this weekHeimweh

von Arne Pahlke

Titel

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  • Aktualisiert: 10/08/2009

HEIMWEH ARNE PAHLKE

 

 

Ein kleines und fast versöhnliches Album u.a. über das Älterwerden und das Unbehagen, das mit diesem „irreparablen Zustand“ mehr oder weniger immer einhergeht.  Ein Album, das uns von einem alternden Mann erzählt, der sich in sein eigenes Schicksal gefügt hat. Dieser Mann scheint resigniert und dennoch nicht seiner Phantasie und Träume beraubt. Er tönt oft traurig, aber klingt dessen ungeachtet nicht hoffnungslos.  Er scheint seltsam verbittert, aber gleichzeitig reicht er sich selbst die Hand zur Versöhnung.

 

Der Mann nimmt sein Schicksal an. Aber nicht etwa, weil er dieses – sein Schicksal -  so sonderlich lieb gewonnen hätte. Nein, sondern einfach deshalb, weil er keine andere Wahl hat.

Unseren Mann trägt das Heimweh nach einer besseren Zeit und einer für ihn glanzvolleren  Welt. Doch natürlich weiß unser Mann, dass er ein närrischer Träumer ist. Er weiß um die Realität. Er hat diese Realität schließlich bis zur Selbstzerfleischung durchleuchtet. Und dennoch ..oder gerade deswegen ..stellt er ihr seine Träume und Hoffnungen und sein kindliches Gemüt entgegen.

 

Einige Zutaten, die bislang auf allen von mir geschaffenen Alben stets vertreten waren – sucht man hier (fast) vergebens. Dieses Album enthält keinen offenen Zynismus. Doch der Nährboden, aus dem Zynismus wächst – den findet man auch hier – nämlich die Verbitterung.  Dieses Album ist auch nicht aggressiv und führt keinen Krieg.

 

Die Schlacht scheint vielmehr verloren. Und die Verlierer haben ihre Plätze in den Hinterzimmern eingenommen.  Und vielen von ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihr  Heimweh nach einer für sie besseren Zeit und Welt.

 

 

CC_ALBUM_INFO

Rezension zu

9 rezensionen


hansschaf

Ausgezeichnet

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hansschaf • 2009-08-14 21:50:38

Das meiner Meinung nach dunkelste Album von Arne Pahlke! Gefangen in der Zeit, wahllos, verbittert. Die Stimmung schwankt zwischen heiter und düster in dem unnachahmlichen Stil von Arne. Akustisch, melodiös, intelligent - einfach sehr gut. Das Album ist der Bote - nicht die Auswirkung... Robbi
lunar_train

Subterranean homesick blues

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lunar_train • 2010-05-10 23:47:55

Each album by Arne Pahlke is a new adventure in style and a personal auto da fe. In Heimweh he embarks on a journey of return to his own sources by making direct and indirect references to his first albums, Dunkel and Abgrundtiefen, whose publication marked him as a powerful and singular poetic voice. As implied by its title, Heimweh is suffused by the bittersweet chiaroscuro of "homesickness" - a genuinely subjective view on the passage of time through the semi-transparent veil of experience and memory. Events that can indelibly brand a moment in one's life are given just as much stress as needed for their emotional charge to flash through, like those little dramatic details that stand out in a painting; the darkly nostalgic atmosphere brings to mind the quiet but unsettling charm of urban relics, interspersed with sarcastic (Johnny, Ich war noch niemals blau) or deeply affective contemplations of the human condition, disillusioned youth and distorted ideals (Fast eine Jugend, Freiheit, Aus und vorbei), as well as almost impassively recounted stories where realistic detail meets the surrealism of a disturbing fairytale (Die kleine Countryfee). The melodies and arrangements may seem unsophisticated and minimalistic at first, but by listening closer, one can discern the subtle elaboration that has taken place - in the piano tracks for example, which on some instances gave me the impression of having been reversed, or the guitar sounding like a banjo (Fur immer Freunde, Barfly) or a harpsichord (Traumer). Despite the poetical self-adequacy of the lyrics, and although Arne's vocal style approaches spoken word rather than a "conventional" singing performance, his voice also functions like a "wildcard" instrument that adapts to the mood of each song, changing from distantiated narration to sentimentality and from hypnotic softness to mockery. This is a mature and multidimensional work, requiring an attentive ear, an even more attentive mind and a wide open heart. Cerebral and emotional at the same time, it invites us to take a honest look into ourselves, to recognise and accept where we come from, who and what we really are. Imperfect, damaged, vicious or suffering (and sometimes vicious because of suffering), even ridiculous in its delusions, our human existence is a cruel work of art in itself - seductive in its ugliness, profoundly poetic in its contradictions.
C.A.M.P.

Dunkel?

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C.A.M.P. • 2009-08-18 12:44:04

Das Album ist meiner Meinung nach keineswegs dunkel geraten - ganz im Gegenteil, hier hat jemand etwas Abstand gewonnen und daraus neue Blickwinkel gefunden. Für mich bisher das beste Album von Arne!
Zens

Exceptionnel

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Zens • 2009-08-18 14:06:20

Voilà un album marquant plusieurs styles, tout en suspension, d'une qualité musicale exceptionnelle.Il rentre directement dans mes Albums favoris et le fait diffuser de suite à tout mes amis.J'ai pris beaucoup de plaisir à écouter ta musique. Chapeau bas l'artiste. Zen
renvanhirk

ausgefeilt und gereift

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renvanhirk • 2009-08-21 07:38:07

Der musikalische Teppich, den Arne Pahlke unter seine Lyrik legt, ist im Laufe der Jahre immer ausgefeilter, vielschichtiger und abwechslungsreicher geworden. Ich erkenne musikalische Elemente aus den Siebzigerjahren wieder, Elemente aus der Musik, mit der ich gross geworden bin. Heimweh ... Programm? ... zurück zur guten alten Zeit! Solide Gitarrenakkorde im Hintergrund, jedes Lied ein neuer Akzent (wilde Flöte, Maultrommel ...). "Heimweh" ist ein Liedermacheralbum, keine Rockmusik. Der Worte-Schmied hat einen großartigen Hintergrund für seine Texte gelegt. Die Worte liest man Besten selbst - und Arnes Beschreibung seiner neuen Texte stimmt auch irgendwie: versöhnlicher, über das Älterwerden - stimmt schon: das ist bestimmt kein Album für die jugendorienierte Hitparade. Aber es ist ein schönes Album zum Zuhören. Danke!
balthaz

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balthaz • 2009-08-25 14:54:11

J'ai beau tourner autour de cet album, je n'accroche pas réellement. Arne Pahlke a vraisemblablement des choses à dire, mais le chant statique, la musique qui accompagne les textes, volontairement répétitive et minimaliste, paraissant curieusement distanciée des paroles, décourage l'attention. La posture mérite le respect car il y a manifestement un vrai travail d'écriture, et je devine que les textes sont censés se suffirent à eux même. Néanmoins, s'approprier ces chansons, lorsque l'on ne comprend pas un mot d'allemand et un pari qui me semble perdu d'avance. J'ai néanmoins apprécié certains titres: 'Freiheit', 'Traumer' et 'Tiefgang' entre autres ...
killme

Geht Doch

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killme • 2009-08-21 10:59:37

Ich stand ja Arne Pahlke bisher sehr skeptisch gegenüber, Lied NR.1 scheint auch zusammengeflickt , finde ich sehr schlecht aber diesmal muss ich sagen ab dem - Titel - ich war noch niemals blau - schon Abwechslungsreich gespielt und da hat er sich was einfallen lassen , weiter so, im übrigen finde ich die Bewertungen der Anderen eher als Freunschaftsbewertungen.
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