Gelsenkirchen ( NW ) - Deutschland
Registrierungsdatum : 30. Januar 2008
Dieses Album ist nicht Fisch nicht Fleisch, uneins mit sich und mit uns Menschen. Keineswegs ein Negativpunkt sondern ein köstlicher Vorzug über die unstete, unverständliche Art von uns Menschen wie wir von Barmherzigkeit reden und bei Hirnichtungen vor Genugtuung johlen, wie wir von Nächstenliebe predigen und den Motorradfahrer der vor uns verunglückt achtlos liegen lassen wie wir...aber genug davon, das Album rechnet ab und vergibt. Es wirft Köder aus und lässt gnadenlos auflaufen. Es zeigt wie so oft extreme Seiten der Menschlichen Natur, ein schönes Beispiel dafür bietet "Sie war mein magischer Lego-Baukasten", ein Text den ich schon damals als er auf der Wortmutation (ehemals Windzug) Seite vertreten war sehr zu schätzen wusste da er wie kaum ein anderes Dokument das Innenleben eines Psychotischen Killers zeigt, wenn auch rein fiktiv. Der monotone, apathische und an manchen Stellen sich erregende Dialog der Person die zu hören ist lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Dieser Unfassbare Text, untermalt mit simplen, düsteren Klängen unbarmherziger Klangvollkommenheit bieten jedem A.P-Fan das worauf er gewartet hat, für Neu-Einsteiger nur bedingt zu empfehlen da Lieder wie "Kannibale" , "Amokläufer" oder auch das von mir hochgeschätzte "Adolh H, Jesus C und die Moralspastiker" sicherlich einigen Verdauungsschwierigkeiten bereiten dürften da so extreme Texte selbst bei einem Pahlke-Album selten sind. Neueinsteiger in der schizophrenen Welt von A.P sollten deshalb erstmal mit einem anderen Album beginnen und sich Körper und Seele erstmal erkranken und verderben lassen, eine Gewöhnung an die wunderbarste und süchtigmachendste Droge wie Herr Pahlke uns verkauft - Den Wahnsinn!
In Diesem Album steckt echt Teuflisches! Der Teufel steckt in jedem einzelnen verdammten Song. Es verbreitet eine düstete, hoffnungslose Atmossphäre - und das ist beileibe eine der Stärken von Deied!
Anspieltip:
Monster
Hard Stuff
Meiner Ansicht nach die eindringlichsten und besten Songs. Gefahr ist allgegenwärtig!
Großartiges Machwerk!
Das dritte Album des mittlerweile etablierten Musikers Arne Pahlke mit neuen Klängen, abgeänderten Versionen und auch dem einen oder anderen völlig neuen Erlebnis. Jamendos wohl fiesester Barde interpretiert seine Lieder neu, verleiht ihnen eine neue Dimension und versucht Songs die schon vorher über dem Durchschnitt lagen noch zu steigern. Das gelingt ihm auch beinah vollkommen, aber der Reihe nach:
1. Nekro-Philie
Erfüllt mich mit einem Zwiespalt, obwohl ich einerseits die Urversion eben mit seiner Monotonie und fehlenden Höhepunkten zusagte und genau die richtige depressive Stimmung vermittelte, war ich skeptisch über eine Erneuerung. Doch das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen, die Gitarrenklänge begleiten den Eindringlichen Text hervorragend.
2. Mutter, dein Sohn wird sterben
Wohl eines der Meisterwerke! Wie err Pahlke selbst verlauten ließ war es ihm wichtig, das Konzept des Songs nicht aus dem Ruder zu bringen und Veränderungen behutsam vorzunehmen. Die Echogeräusche sind gut untergebracht und fügen sich gut ein, auch wenn die Pianoklänge vielleicht etwas unpassend reinspielen, vielelicht wären sie über die gesamte Zeit konstant gespielt, passender gewesen.
3. I Love Bang Bang
Der Countrysong kommt mit einem neuen Intro daher welches zu gefallen weiss, ebenso das Banjo das im Song zwischendurch zum Einsatz kommt. Hat der Mordende Cowboy etwa einen Mittäter gefunden?
4. Der Antiheld
Ein Stück das mir zu gefallen weiss, Antihelden sind mir eh immer lieber aber man hätte den Soziopathischen Charakter der besungen wird noch einige Schandtaten mehr andichten können ^^
5. Kaufhauszombie
Hier wurde nicht nur gekleckert sondern geklotzt, ein Zusammenspiel verschiedenster Klänge die uns die Geschichte etwas näher bringen sollen. Trägt erheblich zur Atmossphäre bei.
6. Ritze-Ratze kleine Neele
Schönes Opening das etwas kirchliches an sich hat, bloß am Ende wieder betont qualvoll endet
7. Pandemie
Rockiges Stück das gnadenlos und knüppelhart daherkommt und der Vernichtung der Menschheit etwas abgewinnen kann. Aus der Perspektive eines zombifizierten (?) Lindenberg
8. Beten im Dreivierteltakt
Schnelles Stück das mit dem Heuchelndem Akt der Beterei und dem Wiedereinkauf in den Himmel daherkommt, jetzt mit neuen Synthesierten Einflüssen!
9. Konsumterror
Das neue Intro macht es leichter sich in das Stück zu denken,lässt es uns menschlicher und alltäglicher erscheinen und die schon bekannte einsetzende Monotonie macht es umso härter.
10. 10 kleine Anwaltsschweine
Neue Interpretation des "10 kleine-Themas", witzig mit ohrwurmpotential und eine Genugtuung für jeden der schonmal Ärger mit dieser Menschen-Gattung hatte , für etwaige Anhänger dieses Berufsstandes jedoch unbedingt mit Augenzwinkern zu betrachten ;)
11. Kleiner notgeiler Wichser
Kommt allroundiger und massenkompatibler daher, obwohl das Thema immer noch Tabu ist ^^
12. Blutiges Tränenmeer
Der Titel lässt eine Ballade vermuten und es folgt auch eine tiefsinnige und wohlklingende Ballade die ein wenig Entspannung vor dem nächsten Schlag ins Gesicht verschafft. Arnes Stimme ist vielleicht eine Spur zu leise bei diesem Stück!
13. Konkalit
Am Anfang ein kalter Windhauch der durch einen feindliche und sterbende Umgebung weht. Kurz darauf kriechen feindliche Gesellen aus ihren Löchern und es folgt eine altbekannte ,gnadenlose Hetzjagd mit dem Ziel den Hörer über die Klinge springen zu lassen. Mit Dank zur Kenntnis genommen ;)
14. Das kleine Abschiedslied
Einer meiner Favoriten, taurig vom Klang und vom Text. Persönlich kann ich kaum Veränderungen ausmachen was mich jedoch nicht wirklich störte.
15. Bi-Ba-Beelzebub
Keine Fisimatenten, der Bi-Ba-Beelzebub kommt auch in altbewährtem Gewand daher, lediglich einige neu dazugezogene Tonklänge wie etwa Drums(?) konnte ich ausmachen
16. Die Wahrheit über die Menschen
Das Hörstück war ebenso immer mein Favorit und gerne würd ich mal ein ganzes Audiobook von Herrn Pahlke hören.
17. Systemfehler
Ein Song der sich nicht vor den anderen zu verstecken braucht. Gefiel mir ebenfalls immer sehr gut.
18. Abgrundtiefen
Toller Darkwave-Song der mich an Liedern von Depeche Mode oder Wolfsheim erinnert!
Really nice sounding Units without beeing nice!
The names are similar to the music, it let work the fantasy.
Der Gloomster geht hier den Weg des Todes und die Klangwerke bringen einem eine oftmals beklemmende Atmossphäre, eine Atmossphäre die den Tod bringen soll, man fühlt sich unbehaglich, definitiv keine Entspannungsmusik! Viel mehr wird hier der Tod melodisch in vielen Themenbereichen und Variationen thematisiert, mal gelingt das mehr mal weniger, aber definitiv ein hörenswertes Album mit guter Qualität und eine experimentelle Abwechslung des Künstlers Arne.P
I become a clue ans so i get this album ...and i was positive surprised about the music, i liked them. Normally i liked music faster, louder, darker than that one but i had to change my mind :D
Arne beschreibt wie dieses Album funktioniert und wie es genommen werden soll. Und mehr ist dem eigentlich auch nicht hinzuzfügen. Dieser Arne, er hat viele Gesichter, doch nur wenige davon verheissen gutes. Die schlechten sind alle hier gelagert, doch kann ein schlechtes, böses Gesicht doch sehr geniale und kongeniale Musik erschaffen wie dieses Album beweißt. Bewußt setzt Arne hier Stilmittel ein, die zu einer seligen Ruhe, der Ruhe vor dem Sturm verhelfen sollen, nur um dann raputusartig auf uns einzustechen , uns wie ein Werwolf zu zerreissen oder uns einen Kopfschuss zu verpassen. Da ist nichts gutes und nichts schlechtes dran, einfach der alltägliche Wahnsinn in Reinkultur. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund und erklärt mal eben der Welt den Krieg. Er hinterlässt Leichen, Chaos und Zerstörung. Motivation hat er keine, Gründe brauch er keine. Und doch finden sich auch hier, dann wieder kleine Stationen menschlichen Schicksals, von ihm und anderen. Stationen zwischen all dem Bösen das ihn menschlich erscheinen lässt. Das ihn als einen von uns zeigt, er veröffentlich die dunklen Seiten die in uns schlummern - und lädt uns gleichzeitig ein es ihm gleichzutun.
Arne präsentiert hier wieder die Dunkelsten Seiten der Menschheit. Wir treffen Auseinandersetzungen mit dem Tod (der im übrigen auch nur ein armer Kerl ist), Schreckliche Verbrechen, Zeugnisse der Vergangenheit, Tragische Schicksale, Auseinandersetzungen mit den eigenen inneren Dämonen und vieles mehr. Dieses Album geht nicht leichtfertig mit dem Bösen in uns und auf der Welt um. Es zeigt es uns schonungslos, offenbart dabei eine erstaunliche Lineare Handlung die sich wie ein Roter Faden durch das Album zieht. Wir erleben den Untergang des Abendlandes und die niedersten menschlichen Emotionen die jederzeit hervortreten und ausbrechen können. Wir erleben aber auch den Mut wieder von vorne anzufangen und mit einer ungeahnten Euphorie es noch einmal zu versuchen.
Mental gefestigt sein hilft hier nicht! Arne macht ein Album über Irre, das was er am besten kann und was ich an ihm am meisten liebe. so sehr ich seine Arbeiten über Gesellschaftszustände und Kritik an dem Menschsein und seine wundervollen Balladen schätze, Alben wie diese sind es die mich mit Schaum vor dem Mund in meiner Gummizelle applaudieren lassen, denn ich verstehe ihn, ich verstehe ihn WIRKLICH...JAAAAA Das tue ich *bruahahahaha* Ihr ahnungslosen Normalos, hört euch dieses Album an und schüttelt verständnislos den Kopf, denn ihr seht sie nicht die Wahrheit, den letzten Lacher haben immer wir! Und wir sind viele! Und was den Hasen angeht, den gibt es wirklich, und er wird immer mächtiger! Also Arne, TU WAS!
Suchen, so wird dieses Album genannt und wenn man sich auf den Titel des Albums bezieht, kann man wieder viel in die einzelnen Titel hineininterpretieren, Arne macht wunderbare, einfühlsame oder auch schon mal gallige und brutale Musik, doch nur mit Anhören ist es bei Arne selten getan, denn sonst wären da nicht die Texte die soviel Aussagen wollen und können. Moralische Verfehlungen sind hier nicht etwa beim Künstler sondern bei uns allen zu suchen. Lieder wie "Junge vom Bahnhof Zoo" oder "George For President" spiegeln Bilder unserer Gesellschaft wieder, die wir ignorieren, zu verdrängen und zu vergessen versuchen. Arne erinnert uns daran, er klagt an, er wirft allerdings nicht mit Anschuldigungen um sich. Dieses Album klagt den Gesamtzustand an, das sich solche Dinge entwickeln können ist eine Sache, dass sie geduldet werden eine andere, dass sie passieren wieder eine andere und dass sie sich scheinbar immer wiederholen und oft im neuen Gewand daherkommen und von der blinden, labilen Masse geschluckt werden sowieso. Dieses Album ist möglicherweise die Suche nach einem Ausweg, nach einer Erlösung oder einem Retter, aber vielleicht ist es auch nur die Suche nach dem Grund, nach dem einfachen Warum?