Registrierungsdatum : 11. April 2008
Eigentlich ist das eine gute CD. Gut gemischt, die Instrumente aufeinander abgestimmt. Der Sänger hat Intuition, ist ausdrucksstark... nur ich verstehe ihn nicht. Warum, und das frage ich alle Musker aus dem deutschsprachigen Raum, versuchen sie sich in der englischen Sprache? Millionen Menschen nicken mit dem Kopf zu irgendwelcher Musik, ohne auch nur einen Hauch vom Text zu verstehen. Aber in der Musik, der textlichen Musik, muß man die ansprechen, die auch die Sprache sprechen. Die Sensibilität des Künstlers spricht für sich. Er ist ganz einfach gut, teilweise sogar sehr gut. Ich hätte mir gewünscht, daß er " verständlich " rüberkommt. Übrigens ist der BIG LOVE SONG ein Sprung in alte Zeiten, textlich wie auch musikalisch.Wir drehen das Rad um 30 Jahre zurück, was ja nicht unbedingt negativ ist. Und finden uns wieder in Sprachlosigkeit.
Die Originalität des Textes überzeugt. Da gibt es eine witzige Komponente, die gab es auch schon bei NDW, die mich überrascht. Und genau hier haben die Musiker ins Schwarze getroffen. Sie heben sich ab, allerdings nicht im negativen Sinne, von einer allgemeinen Musikrichtung, die irgendwann und irgendwo verpufft. Glückwunsch, neue Texte braucht das Land.
Der große Entfesselungskünstler Houdini wäre bei diesen harten Klängen, nein, eigentlich sind sie nicht zu hart, dem Wahn verfallen, sich einbetoniert in einen deutschen Fluß zu stürzen, um dort die Faszination des sich selbst befreiten ICHS zu erleben. Die Band ist gut! Aber warum bietet sie keine deutschen Texte? Ich bin der englischen Sprache nur mittelmäßig vertraut. Also habe ich auch nur die Hälfte der Texte verstanden. Das macht ( für mich ) aber nur wenig aus, ich kann ja einfach meine Agression selbst in Worte fassen. Dieses soll nur eine höfliche Anregung sein.
Die Entspannungsmusik des Musikers ist mir vertraut. Es gibt ein Duo in Schweden, Klavier und Baß, die schon vor zwanzig Jahren ähnlich musizierten. Nein, ich will dem Künstler kein Plagiat unterstellen. Aber als ich die Musik hörte, wurde ich in eine spannungsvolle Zeit zurückversetzt, die mir wichtig ist. Lange hatte ich die Platte nicht mehr aufgelegt, doch nach diesem Anstoß tat ich es. Ich ziehe meinen imaginären Hut und hoffe, daß der Meister weiterhin so kompositorisch arbeitet. Er ist ein Kleinod, ein seltener Stein auf dem Acker der Musik. Und wenn der SAREKMANN so lobt, dann in der Hoffnung, daß dieser Künstler bei seinem Stil bleibt.
Was ist ein Streichholz ohne Reibfläche? Warum gibt es eine Reibfläche, wenn es keine Streichhölzer gibt? Beide Fragen enden im Nichts. Die Musik von Damiaskaron ist kein Feuerwerk, wohl aber von einer textlichen Hitze, und die ist bei dem Künstler eher vordergründig. Und wer genau Text und Musikalität hört, der weiß, daß der Musiker nicht dieser Zeit entspricht, dafür ist er auch nicht in der Masse zu finden. Wenn junge Musiker, oder auch Buchautoren oder Künstler anderer Art sich nackt ausziehen, und das tun sie genau mit einer Veröffentlichungen, dann müssen die Konsumenten entscheiden. Ich sage "JA" zur zweiten Präsentation Damiaskorons.
Ja, es ist eine " Neue Deutsche Welle " die hier ihr Forum gefunden hat. Wer Unterhaltung sucht wird nichs finden, denn die deutschen Texte des Musikers sind Poesie. Das ist nicht mal so nebenbei irgendein Text, das ist durchdacht und gut verarbeitt. Die Depression ist nicht zu leugnen," die Leere zerstörte einst Inspiration" Dahinter steckt ein nicht wirklich begreifliches Element der Befreiung des Musikers und einer Anklage gegen Null. Bei aller textlichen Flachheit vieler Mitautoren/ Musiker ist hier etwas zu finden, was der deutschen Ballade entspricht. Ich bin gespannt,und das ist keine Floskel, was von dem Musiker demnächst noch zu hören ist. Wenn die Inspiration in Leere endet, traumatisch, werden die Klänge von nicht durchbluteten Händen in Kälte erstarren. Eine Musik, die ich auch nach einer Flasche Wein hören kann, und ich trinke mitunter auch zwei Flaschen.