Der Tag "techno" trifft schon mal genauso daneben, wie "electro" - aber ich gehe davon aus, dass dies eher dem Verständnis eines breiten Publikums gezollt ist, als irgendwelchen Stilismen. Sehr viel eher geht dieses Album in die Richtung House/Latin House. Während der erste Song etwas zu eingängig für meinen Geschmack ist (wieder das breite Publikum, wie ich vermute), gibt sich der zweite schon etwas origineller im Gesamtbild. Track 3 lässt die bereits aus dem Opener bekannten Gitarrensamples in etwas dezenterer und jazzigerer Form wiederkehren, die den Gesamteindruck des Albums stark prägen. Instrumentale Experimente, wie Theremin und Streicher gelingen unterschiedlich gut, bringen jedoch weitere Abwechslung in das durchgängig interessante und sehr gut produzierte Album. Insgesamt bleiben die hervorragend eingesetzte Percussion ebenso wie die ausgedehnten Gitarrensequenzen, am stärksten in Erinnerung an das wiklich sehr gute Release - auch wenn ich persönlich mir etwas mehr powervolle Backlines in der At von "Guitar Show" oder dem nett trancigen "San" gewünscht hätte.