rap hiphop alternative berlin tapete
| | 1 | Tapete | | 2:41 |
| | 2 | Großstadtdschungel | | 3:26 |
| | 3 | Eheleben | | 2:44 |
| | 4 | Dauerpraktikant | | 2:29 |
| | 5 | Weisst du noch? | | 2:32 |
| | 6 | Highway to Mel | | 3:07 |
| | 7 | Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom | | 3:48 |
| | 8 | Ordnungsamt | | 3:24 |
| | 9 | Penisneid | | 2:36 |
| | 10 | Mmh Deutschland | | 2:02 |
| | 11 | Single Tequila | | 2:05 |
| | 12 | Der Verfall | | 2:24 |
| | 13 | Glück | | 2:28 |
| | 14 | Mantra | | 1:08 |
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REVIEWS:
"...Transparenz und Druck hat das gute Stück..."
[INTRO]
"...fernab von jeglichem HipHop-Klischee..."
[VENUE.de]
"...originelle Reime und eine beeindruckenden Reibeisenstimme..."
[bloom.de]
"...Nichts für Freunde zeitgemäßer Unterhaltungsberieselung..."
[besonic.com]
"...Jedes Thema wird von ihm absolut souverän gehandelt und glaubwürdig vermittelt..."
[GermanRhymes.de]
Geschrieben von Georg [GermanRhymes.de]
Dienstag, 24. Juni 2008
Da ist alles drin, auch fürs Radio
Diese Review hier wird weniger zusammenfassenden, als vielmehr aufzählenden Charakter haben, denn den Berliner Tapete mit zwei, drei groben Einschätzungen zu kategorisieren und für den Leser objektiv einschätzbar zu machen, haut aufgrund meiner eigenen viel zu unsicheren Einschätzung dieses extrem vielseitigen Musikers Tapete eben einfach nicht hin.
So pendelt seine Musik zwischen minimalistischem Funk-Rock, sattem Soul, Ragga- und Ska-Rhythmen, Rock-Pop und Elektro-Pop hin und her, alles mit einem scheinbaren Live-Sound versehen, dessen dicker und klarer Bass für ein angenehmes Wohlbefinden sorgt. Und so abwechslungsreich wie die Musik ist, so wandlungsfähig zeigt sich auch Tapete selbst. Von rauchigem Gesang über schnelles Gespitte bis hin zu simpelstem, aber sauberem Doppelgereime switcht der Rapper Rhythmen wie ein Anfänger im Schlagzeugkurs, bloß eben mit Absicht und mit an Fort Knox grenzender Sicherheit.
Doch damit nicht genug, auch inhaltlich gibt sich Tapete themengewandt, ob ihn nun die Plakatflut in der Großstastdt stört, er sich von der Arbeit freimachen will, sich endlich trennen will, die Dämonen einer vergangenen Liebe loswerden will, einen Loser beschreibt, der sein Leben verkackt und nun überall Schulden hat, oder ob er den Wunsch beschreibt, Polizist zu werden, um mit dessen Macht Enttäuschungen und Komplexe des eigenen Lebens auszugleichen. Jedes Thema wird von ihm absolut souverän gehandelt und glaubwürdig vermittelt, was wahrscheinlich der größte Verdienst Tapetes an „Die Ewigkeit des Vergänglichen“ ist.
Und dazu kommt außerdem, dass Tapete hier mit steinalten Rap-Arrangement-Strukturen spielt und sie zu Gunsten einer erhöhten Radiofreundlichkeit aufbricht. Doch Vorsicht, gesungene Hooks und 8-Bar-Strophen machen noch nicht gleich Pop-Rap, denn dazu ist die Musik Tapetes einfach zu anspruchsvoll. Ganz ehrlich, das ist eins der wenigen Male, dass ich deutsche Rapmusik höre, bei der ich mir vorstellen kann, dass sie in der Lage ist, die Radio-Deutschquote qualitativ erfüllen zu können.

| Release | February 03, 2009 | ||||||||||||||
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