Nur Gitarren ... verfremdet zum Surren, Wabern, Jammern, Schrillen, Jauchzen, Schwurbeln, Flirren - denk dir beliebige weitere derartige Beschreibungen und all das beschreibt, was man dort hört.
Dass eine derartig an Klangeindrücken reich bedachte Welt mit diesen Mitteln und auf diese Weise erschaffen werden kann, sollte man kaum für möglich halten - aber in dieser Improvisation ist es gelungen.
Beißende Klangteppiche kratzen und wetzen an den Gehörgängen während sich plötzlich harmonische Sonnenwinde aus dem Breierlei schwingen, um sofort wieder in sich zusammenzustürzen oder zeitvergessen auszupendeln - ein perkussives Gespann aus Interferenz und Phasenverschiebung schafft es zuweilen, eine komplette Rhythmusgruppe zu bilden - und schon im nächsten Track ist alles wieder ganz anders - sogar, dass man eine Gitarre zupfen kann, erlebt man während dieser gut 50-minütigen Reise.
Mir gefällt das Album ausgezeichnet! Es ist keine Musik für Parties, sie ist auch nicht als Hintergrundberieselung geeignet - man muss zuhören und sich hineinbegeben, dann wird es zu einem orbitösen Erlebnis. Ich hoffe der/die Künstler werden noch einmal (zusammen) improvisieren.