Ein Label macht auch ein Album, zumindest auf den ersten Blick. So kann ich unbekümmert sagen, dass mir das FOUR SIX-Outfit gut gefällt. Schnörkellos kommen die hingeschriebenen Buchstaben 'rüber.
"Frost Session" tirilliert mit herrlichen Riffs.
"Du kannst es" sticht hervor. Da wird nicht nur mit Worten ermutigt. Ein kräftiges tschakkl-tschakkl-tschakkl stellt akustisch den Willen "es zu können" eindrucksvoll dar, was immer auch als Problem ansteht.
"Trash Fox" lässt zunächst Geigen hören, aber dann wirds heftig. Schmissige Drumrhythmen gehen mir ins Blut. Der Wahnsinn! Ich gehe auf Wiederholung!
"Bluebird" und "Bluebird, Chapter2" rocken und liegen deshalb auf meiner Wellenlänge. Der Rhythmus wird immer mal wieder unterbrochen, was meine Ohren stets "auf Kurs" hält. Da werden insgesamt knappe 10 Minuten herrliches Hörvergnügen geboten, wobei ich mich in Bluebird, Chapter2 besonders verliebt habe, weil der Spatz lustig dazwischenpiepst...
"Darkside" gehört für mich zu den Musikstücken, die, wie "Open This Gate", hervorragende Dokumente von Ereignissen sind, musikalisch umgesetzt wider das Vergessen, auf eine Art und Weise, die für mich seinesgleichen suchen kann. Allein der Titel sagt alles!
"Dear Thomas" fällt mir auf durch seine hellen Töne und viel viel Schlagzeug, juchhuu! Klavier, Bass und Schlagzeug stehen bei mir nebeneinander, was die Zuneigung zu bestimmten Instrumenten angeht.
"Der Winter wird kalt" ist ein Hammertitel! Der beruhigende Rhythmus drückt eine Jahreszeit aus, die von optischer Schönheit gekrönt sein kann, auch die künstlichen Töne, hohe und sanfte tiefe, vermitteln mir einen Spaziergang durch Eis und Schnee.
"My Hometown" lässt die Akustikgitarre nach vorne. Sehr sehr schön das! Es wird auch nicht mit Percussion-Effekten gespart. Mit 6min19sec ist dies der längste Titel und wunderschön dazu! Ich kann mich nicht satthören und mache ihn für heute zu meinem Favoriten.
"Der Winter wird heiß" ist titelmäßig Kontrastprogramm, pur. Also verlege ich ihn kurzerhand nach DownUnder, wo zu unserer kalten Jahreszeit "im Winter" die Sonne brennt. Auch dieser Titel lässt mein Musikherz höher schlagen und das geht mir bei "Sonne, Mond und Sterne" fast ebenso.
Ich habe das Album mehrmals gehört, ob nun "mit" oder "ohne" (Kopfhörer). Es ist eine gelungene Mischung von langsamen und fetzigen Titeln, lässt keine Minute Langeweile aufkommen, ist aussagekräftig und verdient ein Publikum, das etwas genauer - HINHÖRT.