playlist artwork#12 this weekAbgrundtiefen (2008th-Version)

by Arne Pahlke

Tracks

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About this album

  • Updated: 04/12/2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgrundtiefen 2008TH-Version ist die letzte von drei Arbeiten (und zwar meine ersten drei Alben), denen ich eine Art Restaurierung und Facelifting verpasst habe.

 

Und auch bei Abgrundtiefen ist das Grundgerüst eines jeden Songs erhalten geblieben. Um dieses Gerüst erarbeitete ich jeweils die neue Version. Was ich dabei im Einzelnen getan habe, erfahrt ihr gleich.

 

Da ich den Charme meiner ersten Alben unbedingt erhalten wollte, entspricht auch diese 2008h-Edition nicht immer jenem (technischen/musikalischen) Standard, den ich heute realisieren könnte. Es ging mir aber darum aus den alten Sachen möglichst viel herauszuholen, ohne ihnen die alte Seele zu nehmen. Deshalb handelt es sich auch nicht um komplett neu eingespielte Fassungen – sondern um die Ur-Versionen im neuen Anstrich.

 

Dazu habe ich 6 neue Songs gepackt, die ebenfalls Abgrundtiefen als Botschaft transportieren – da der Albumtitel gleichzeitig das Motto dieses Album ist. Der Song „Systemfehler“ entstand übrigens schon damals. Er war seinerzeit allerdings unhörbar – mit viel Arbeit habe ich ihn nun zumindest in soweit bearbeitet, dass er erträglich hörbar ist. Wobei das einige sicherlich anders sehen/hören ;-)

 

 

Die überarbeiteten Ur-Versionen in der Übersicht:

(zwei Stücke wurde nicht von mir überarbeitet bzw. so geringfügig, dass ich sie hier nicht aufführe – und die neuen Titel ebenfalls nicht)

 

Nekro Philie

Da mir der Song in seiner Urfassung etwas zu monoton und wenig abwechslungsreich rüberkam, wurde er von mir wie folgt aufgebohrt:  kurzes stimmungsvolles Gitarren-Intro sowie zwei abwechslungsreiche Gitarrensolos in den Instrumentalphasen. Und am Ende habe ich ein dem Grund-Gitarrenbeat unterstützendes ächzend-schmerztönendes Lick-Gitarrenfinale eingesetzt. Überdies  habe ich mitunter während der Gesangsphasen eine weitere Gitarre aufgenommen, damit es alles etwas voller  und vielfältiger /interessanter klingt

 

Mutter, dein Sohn wird sterben

Da ich diesen Titel bereits in seiner Urfassung als sehr gelungen fand, habe ich diesen nur sehr behutsam bearbeitet. So habe ich an fünf Passagen zwei verschiedene Echofluten eingearbeitet. Außerdem finden sich nun hier und da vereinzelte Pianoklänge, wie sie bereits in der Ur-Fassung nur am Ende des Songs vorhanden waren.

 

I love Bang-Bang

Neu an dieser überarbeiteten Version: kurzes „Klampfen-Vorspiel“ in Western-Countrystil. Und während des Tracks gibt es zur Auflockerung (u.a. wie aus dem Off) vereinzelte Banjoeinsätze. Auch als Breaks kommen nun verschiedene Banjospiele (einmal als Pedal-Steel) mehrfach zum Einsatz sowie an zwei Stellen eine quakende Gitarre und ein kurzer Trompeteneinsatz. Durch diese Eingriffe habe ich versucht dem Stück mehr Lebendigkeit zu verleihen. Überdies habe ich an zwei Stellen verschluckte Wortteile neu eingesungen und in die Ur-Version eingearbeitet.

 

Kaufhauszombie

Diesen Song habe ich ziemlich aufgebohrt. So gibt es jetzt ein kurzes unheilverheißendes Vorspiel, das in den Ur-Song übergeht. Meine Stimme ist jetzt etwas deutlicher herausgearbeitet – klingt vor allem etwas klarer. Über dreißig zusätzliche Gitarren- und Synthesizereffekte  verleihen dem Stück nun mehr Tiefe. Viele hört man vielleicht gar nicht sofort heraus, was aber auch so sein soll, da die Neuerungen ja auf gar kein Fall aufgesetzt anhören sollen. Das Teil sollte einfach fetter klingen!

 

Ritze-Ratze, kleine Neele

Da ich den sehr spartanischen Ur-Song trotz des sich ständig wiederholenden Xylophonspiels unberührt lassen wollte, habe ich lediglich ein Intro und Outro eingefügt, welches dem Beinahe-Acapella-Song einen – wie ich finde - würdigen Rahmen verpasst.

 

Beten im Dreivierteltakt

Die alte Version habe ich nach Fertigstellung nie wieder bewusst durchgehört. Der Text/Botschaft wusste mir zwar zu gefallen, aber es klang alles zu zurückgenommen/zu leise und zu monoton. Die technisch/musikalische Offenbarung ist zwar auch die stark überarbeitete Version nicht, aber sie bietet jetzt einfach viel mehr.  Unter anderem habe ich alles neu eingesungen und als zweite Spur über den alten Gesang gelegt- dazu dann Gitarrensolos, Effekte und Synthuntermalungen

 

Konsumterror

Dieser Song trieb es bereits in seiner Urfassung bis zur kompletten Hörübersättigung – und das sollte er ja auch – Titel als Programm. Die neu Version hat nun ein Vorspiel und etliche neu eingemischte melodische Wortkreationen, die einem schwindelig werden lassen. 3:43 Minuten, die die Nerven strapazieren!

 

Kleiner notgeiler Wichser

Gegen das Grundrauschen bei den Gesangspassagen konnte ich hier nichts ausrichten. Neue sind Einspielungen einer Synth-Octave und  der Schlagzeugspur

 

Konkalit

Dieser Track hat nicht nur extralanges Intro erhalten, ich habe ihn auch sehr viele Effekte gegönnt, was sich als ziemlich zeitaufwendig herausstellte, diese entweder zu finden, selbst herzustellen und dann noch so einzubinden, dass sie sich ins alte Soundbett fügen. Über 40 Effekte wie Spracheinblendungen, bearbeitete Klangspuren, Synths machen Konkalit noch böser, als es ohnehin schon war. Ich hoffe, zumindest Thomas wird’s mir danken!?

 

Bi-Ba-Beelzebub

einge neue Orchester-Effekte inkl. einer kurzen komplett neune Sequenz - dazu Trommeln & Co  für noch mehr "Spannung".

 

 

Gruß

Arne Pahlke  

 

 

 

 

 

 

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Reviews for "Abgrundtiefen (2008th-Version)"

4 reviews


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Sordos

NeueAspekte

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Sordos • 2008-12-14 06:25:42

Das dritte Album des mittlerweile etablierten Musikers Arne Pahlke mit neuen Klängen, abgeänderten Versionen und auch dem einen oder anderen völlig neuen Erlebnis. Jamendos wohl fiesester Barde interpretiert seine Lieder neu, verleiht ihnen eine neue Dimension und versucht Songs die schon vorher über dem Durchschnitt lagen noch zu steigern. Das gelingt ihm auch beinah vollkommen, aber der Reihe nach: 1. Nekro-Philie Erfüllt mich mit einem Zwiespalt, obwohl ich einerseits die Urversion eben mit seiner Monotonie und fehlenden Höhepunkten zusagte und genau die richtige depressive Stimmung vermittelte, war ich skeptisch über eine Erneuerung. Doch das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen, die Gitarrenklänge begleiten den Eindringlichen Text hervorragend. 2. Mutter, dein Sohn wird sterben Wohl eines der Meisterwerke! Wie err Pahlke selbst verlauten ließ war es ihm wichtig, das Konzept des Songs nicht aus dem Ruder zu bringen und Veränderungen behutsam vorzunehmen. Die Echogeräusche sind gut untergebracht und fügen sich gut ein, auch wenn die Pianoklänge vielleicht etwas unpassend reinspielen, vielelicht wären sie über die gesamte Zeit konstant gespielt, passender gewesen. 3. I Love Bang Bang Der Countrysong kommt mit einem neuen Intro daher welches zu gefallen weiss, ebenso das Banjo das im Song zwischendurch zum Einsatz kommt. Hat der Mordende Cowboy etwa einen Mittäter gefunden? 4. Der Antiheld Ein Stück das mir zu gefallen weiss, Antihelden sind mir eh immer lieber aber man hätte den Soziopathischen Charakter der besungen wird noch einige Schandtaten mehr andichten können ^^ 5. Kaufhauszombie Hier wurde nicht nur gekleckert sondern geklotzt, ein Zusammenspiel verschiedenster Klänge die uns die Geschichte etwas näher bringen sollen. Trägt erheblich zur Atmossphäre bei. 6. Ritze-Ratze kleine Neele Schönes Opening das etwas kirchliches an sich hat, bloß am Ende wieder betont qualvoll endet 7. Pandemie Rockiges Stück das gnadenlos und knüppelhart daherkommt und der Vernichtung der Menschheit etwas abgewinnen kann. Aus der Perspektive eines zombifizierten (?) Lindenberg 8. Beten im Dreivierteltakt Schnelles Stück das mit dem Heuchelndem Akt der Beterei und dem Wiedereinkauf in den Himmel daherkommt, jetzt mit neuen Synthesierten Einflüssen! 9. Konsumterror Das neue Intro macht es leichter sich in das Stück zu denken,lässt es uns menschlicher und alltäglicher erscheinen und die schon bekannte einsetzende Monotonie macht es umso härter. 10. 10 kleine Anwaltsschweine Neue Interpretation des "10 kleine-Themas", witzig mit ohrwurmpotential und eine Genugtuung für jeden der schonmal Ärger mit dieser Menschen-Gattung hatte , für etwaige Anhänger dieses Berufsstandes jedoch unbedingt mit Augenzwinkern zu betrachten ;) 11. Kleiner notgeiler Wichser Kommt allroundiger und massenkompatibler daher, obwohl das Thema immer noch Tabu ist ^^ 12. Blutiges Tränenmeer Der Titel lässt eine Ballade vermuten und es folgt auch eine tiefsinnige und wohlklingende Ballade die ein wenig Entspannung vor dem nächsten Schlag ins Gesicht verschafft. Arnes Stimme ist vielleicht eine Spur zu leise bei diesem Stück! 13. Konkalit Am Anfang ein kalter Windhauch der durch einen feindliche und sterbende Umgebung weht. Kurz darauf kriechen feindliche Gesellen aus ihren Löchern und es folgt eine altbekannte ,gnadenlose Hetzjagd mit dem Ziel den Hörer über die Klinge springen zu lassen. Mit Dank zur Kenntnis genommen ;) 14. Das kleine Abschiedslied Einer meiner Favoriten, taurig vom Klang und vom Text. Persönlich kann ich kaum Veränderungen ausmachen was mich jedoch nicht wirklich störte. 15. Bi-Ba-Beelzebub Keine Fisimatenten, der Bi-Ba-Beelzebub kommt auch in altbewährtem Gewand daher, lediglich einige neu dazugezogene Tonklänge wie etwa Drums(?) konnte ich ausmachen 16. Die Wahrheit über die Menschen Das Hörstück war ebenso immer mein Favorit und gerne würd ich mal ein ganzes Audiobook von Herrn Pahlke hören. 17. Systemfehler Ein Song der sich nicht vor den anderen zu verstecken braucht. Gefiel mir ebenfalls immer sehr gut. 18. Abgrundtiefen Toller Darkwave-Song der mich an Liedern von Depeche Mode oder Wolfsheim erinnert!
lunar_train

Powerful mix of sarcasm and despair

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lunar_train • 2009-07-22 03:07:01

An extremely interesting album from an artist who knows well how to make contradictions co-exist in a far from harmonious, but deeply thought-provoking way. The poetry of the lyrics is cruel but intriguing, while the theatrical singing style reminds me a little of Udo Kier. Sarcasm, despair, social criticism, controversial humor, wild imagination and melodious sadness blend in random analogy, accompanied by distorted mechanical sounds or the staccato rhythm of cabaret tunes. Nietzsche wrote that when you look into the abyss, the abyss looks back into you. Art is most of the times a way of "exorcising" what is eating our soul. This is not music that brings peace of mind - it is music that wakes us up and forces us to look, really look at the inhuman and fascinating world around us.
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