Joined : December 09, 2006
Einem Freund beschrieb ich dieses Album als "verjazztes Metal-Operngeträller". Hat jemand eine treffendere Beschreibung? Nein, im Ernst, es ist unmöglich, diese Mixtur einzuordnen, weil sie etwas vollkommen Neues darstellt.
Ich glaube, was mich an der Musik vom "Diablo Swing Orchestra" so fasziniert ist der starke Gegensatz zwischen der harten, verruchten Musik, die tatsächlich direkt aus der Hölle kommen könnte, und der engelsgleichen Sopranstimme, die sich in teilweise unglaubliche Höhen schraubt. Besonders im ersten Titel kommt dieser Kontrast deutlich rüber.
Das Spektrum reicht vom eher ruhigen "D'angelo" bis zum fetzigen "Balrog Boogie", vom exotischen "Gunpowder Chant", das von Obertongesang getragen wird (!) bis zu "Wedding March for a Bullet", dessen Name einem schon kalt den Rücken runterläuft und das einen wunderschönen Spannungsbogen beinhaltet.
Das Beste, was ich seit langer Zeit gehört habe!
Auch Rogers neues Album ist wieder hervorragend gelungen. Er macht teils ruhige, teils rhytmische Musik mit einer Vielzahl an Instrumenten, alles bei toller Aufnahmequalität.
Mir gefallen insbesondere die zweite Hälfte von "Ancestral voices" und das hervorstechende "Tempus fugit"!
Teilweise sind ist mir die Musik zu nah an den vorherigen Alben, da hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.
Wieder ein faszinierendes Album, das JT Bruce da geschaffen hat!
Jeder Titel ist einem Stern gewidmet, das Album ergibt so eine musikalische Reise durchs Weltall, die schließlich wieder in unserem Sonnensystem endet. Die Musik lässt Gefühle und Bilder im Kopf entstehen, die man sonst nur im Planetarium zu Gesicht bekommt, von Spiralnebeln, gleißend hellen oder geheimnisvoll funkelnden Sternen, von wirbelnden Staubwolken und majestätischen Planeten die ihre Bahnen durchs Universum ziehen...
Musikalisch ist das Album abwechslungsreicher als die beiden letzten, von ruhigen, träumerischen Titeln (Rigel) über die bekannten Metal-Klänge (Bellatrix) bis zu elektronisch geprägten Einschnitten (Formalhaut). Die progressive, komplexe Musik bietet eine Tiefe, in der man sich wunderbar verlieren kann. Das erneut hervorragend gelungene Cover rundet den Gesamteindruck ab.
Durchweg empfehlenswert - nicht nur für Hobbyastronomen!