Die Jungs von babyPaul machen deutschen und englischen Pop, der ein hohes Wiederhörungspotential hat, dabei nie wirklich langweilig wird und lange im Ohr kreist. Ohrwurmalarm!
Auf ihrer Homepage führen Sie Brit-Pop á la Oasis und Coldplay als Vorbilder an, dabei muss ich sagen, dass das eigentlich auch ganz gut hinkommt, nimmt man noch einen Schuß Placebo hinzu.
Mein Lieblingssong ist der entspannt rockende Track mit der Nummer 5, "I Back Down To Razorblade Town", der ganz lange im Ohr bleibt. Ebenfalls ein Blitz ist der etwas energetischere "Play with me", der ohne großes Sing-A-Long auskommt, dafür aber coole Background-Effekte hat und sich damit einen Platz im Hirn sichert.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Platte nach hinten mehr und mehr rockiger wird, was ich persönlich sehr begrüße. Hoffen wir, dass ein zweites Album bei Jamendo erscheint und ebenso großartig wird!
Siehe auch: http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/05/babypaul-moodswings.html
Sie bezeichnen ihre Platte selbst als "Acoustic-Schlager-Punk" und spielen dabei eigentlich doch nur ein bisschen Klampfe. Herrlich verrückte und komische Texte mit Melodien, die (zumindest mir) doch schon sehr bekannt vorkommen.
* Nicht einmal ne Bahncard hört sich leicht nach "Before you Accuse me" von Eric Clapton
* Den Deckel zahlt der Klaus - The Winner Takes It All von Abba
* Wir sind überfordert - We shall overcome
Trotz allem haben die Jungs herrlich schräge Texte, die man einfach nicht vergleichen kann. Und wenn überhaupt, dann mit Joint Venture (möge Martin Simon in Ruhe ruhen [man verzeihe mir die Missformulierung, aber besser bekomm' ich's grade nicht hin]). Herrlich schräg.
Siehe auch: http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/05/die-promovierten-praktikanten.html
Ich bekomm das Lied nicht mehr aus dem Kopf. Ohrwurm hoch 10!
Ein ganzes Album voller wunderbarer Singalongs.
Potential ist auf jeden Fall vorhanden, leider finde ich, dass teilweise die Chorus-Melody-Lines zu aufgesetzt sind, sprich, das Stück aussenrum ist beliebig austauschbar, weil kaum Spannung dahinterliegt, die mit dem Chorus gekoppelt ist. Ich weiss leider grade nicht, wie ich das besser ausdrücken könnte.
Dafür sind die Chorus-Lines stellenweise genial und insgesamt auch sehr melodiös.
Der Mix aus Blink und Green Day macht aber trotz allem schon was her. Ich mag's wirklich.
Ich hoffe sehr, dass da bald noch mehr kommt, und es dann noch erst recht abgeht.
Macht weiter so!
Das Bild mit der Gitarre ist schuld. Und der erste Grund, warum ich mir das Album angehört habe. An einem anderen Tag hätte ich das vermutlich wieder weggeklickt, aber ich bin verdammt froh, dass es heute nicht so war.
So'n bisschen Billy Ray, sehr entspannter-Pop-Rock-Blues. Melodisch spitze, geht ins Ohr und bleibt da auch erstmal drin.
[Sorry, dass da jetzt nicht mehr drin war, aber das nächste Mal wieder, wenn ich Zeit habe zum einfach nur hören. Lange Busfahrten und einsame Wege zur Arbeit und so.]
„Manchmal ist es wie im Glashaus und ich werfe dann den Stein“
Ich finde die Musikalische Qualität der Aufnahmen eher fragwürdig, die Höhen sind zu ausgeprägt und die Bässe praktisch nicht vorhanden. Trotzdem geht mir das Album nicht aus dem Kopf. Ganz besonders „manchmal“ hat das gewisse Etwas, das über alles andere, was nicht ganz passt hinwegsehen lässt.
Nicht unwahrscheinlich dass es auch mit dem vermissen von wirklichem deutschen Underground-Punkrock, der noch zum Prinzip Hässlichkeit steht, in meiner Playlist zu tun hat. Zumindest füllen die Jungs von XXX jene Lücke die sich zwischen Muff Potter und „Shit Lives On“ aufgetan hat ganz grandios mit ernsten Texten und schneller leichter Musik (kann aber auch an den bereits erwähnten fehlenden Bässen liegen :-) ).
Aber allein der Name der Band ist schon ein Attribut an die Lässigkeit des Seins, vielleicht auch eine Hommage an die legendären Sex Pistols. Vielleicht auch bloß analphabetisch bedingt.
Was aber auch völlig unwichtig ist, wenn man den Jungs mal zuhört, wer mal reinschnuppern will, sollte sich zu einen „manchmal“ anhören oder, wenn Er's verkraften kann, „Du riechst so gut“, welches mich persönlich ein wenig an die alten Ärzte erinnert.
Schneller Deutschpunk, der 11 Songs in unter 30 Minuten schafft ist mittlerweile selten (zumindest habe ich den Eindruck).
Der Bluebox-Sampler ist ein Jugendprojekt aus Leonberg. Die Bluebox, das ist ein Tonstudio, dass sich junge Bands recht günstig mieten können.
Was ich sehr interessant finde ist, dass die Stücke auf dem Sampler allesamt super produziert wurden, auch wenn der Schwerpunkt der Produktion doch eindeutig auf Gitarrenrock/-punk/-metal liegt.
Insgesamt finden sich auf der 70-Minuten-Platte 19 Songs aus Rock, Punk, Hip Hop, Raggae und Techno, teilweise auf deutsch, teilweise auf englisch.
http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/02/bluebox-sampler-vol1.html
http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/02/urban-castle-magic.html
Meat Loaf auf Punk. Das war das erste, was mir zu Predators „Sick Society“-Album eingefallen ist. Wenn ich mir die Kommentare/Rezensionen auf der Albumseite ansehe, sehe ich, dass ich mit dieser Einstellung nicht ganz alleine dastehe. Allerdings hatte ich den Begriff schon im Sinn, bevor ich auf der Rezensionsseite geschaut hatte.
Aber zurück zum eigentlichen: Predator kommen aus Schweden, spielen Punkrock (sagen sie) und singen (und wie die singen) auf Englisch. 12 Songs in 34:33 Minuten. Meat Loaf singt langsamer, aber länger.
Warum komme ich bei Punkrock eigentlich auf Meat Loaf und singen?
Wer sich die Platte anhört, wird sehr schnell merken, dass der Sänger eine extrem geniale Stimme anhört, die, wenn der Song und die Abmischung zulassen, auch von Meat Loaf sein könnte. In schwächeren Momenten klingt das ganze eher nach Iron Maiden und/oder Alice Cooper.
Insgesamt haben sich die vier Schweden deutlich an „historischen“ Vorbildern und Stilen orientiert, die Musik zieht sich mit den Basics in der 70er Punkexplosion in England (UK Subs, Sham69, Sex Pistols) bis hin zu den erwähnten 80ern mit Alice, Iron Maiden und vor allem Meat Loaf in den Zeiten von Bat Out Of Hell I und II.
Die Mischung klingt erstaunlich gut, größtenteils melodiös und vor allem ziemlich gut produziert, auch wenn ich teilweise finde, dass die geniale Stimme teilweise zu sehr untergeht, da wurden die Stimmspuren etwas „unterbelichtet“.
Wenn ich mir „Tonight Is The Night“ anhöre, zusammen mit dem genialen Opener „Invade the USA“, fällt es schwer, nicht an Meat Loaf zu denken, zusammen sind das auch die in meinen Augen besten Lieder auf dem Album. Was den Rest absolut nicht schlecht werden lässt. Tell the Devil ist da eher (mit guter Abmischung) eine Mischung aus Alice Cooper und late 70s Punk. „Death Awaits“ ist dann die besagte Hochburg des 70s Punk in England. Schneller als der Rest, 3 Akkorde für ein Halleluja und aggressiver, kurz mehr geschriene als gesungener Text.
Danach dann „Voices Took Her Life“, für die Verhältnisse der Band ein schon fast balladeskes Opening, dass in ein recht langsames aber extrem kraftvolles Lied mit hartem Chorus übergeht.
Wer dann auch noch das zweite auf Jamendo veröffentlichte Album kennt, wird mir sicherlich bei zwei Dingen beipflichten:
1.
„Sick Society“ ist deutlich melodiöser als „Holy Grail“
2.
„Sick Society“ ist einfach nur genial, einzigartig, unverwechselbar. (Und aus Schweden...)
http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/03/predator-sick-society.html
http://bestofjamendo.blogspot.com/2007/02/raindog-from-genes-behaviour.html