par Minor Minstrel
| | 1 | Illuminate | | 6:07 |
| | 2 | On Motorway 4:37 A.M | | 13:03 |
| | 3 | Disaster | | 9:37 |
| | 4 | Stormy Sunday | | 11:51 |
| | 5 | Equality Of Life | | 7:23 |
| | 6 | Tapevoice | | 11:17 |
| | 7 | Pixiedust | | 9:01 |
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Illuminate
Ein alter, kleiner und unbedeutender Leierkastenmann spielte jeden Tag auf dem Marktplatz der großen Stadt seine Melodien. Meistens tat er dies gerne, wenn gerade Markt war. Der Spieler hoffte, dass er an diesen Tagen besonders viel Geld für sein Spiel in seinen alten zerzausten Hut bekam. Ihm war dabei immer klar, dass wenn er nur eigene Kompositionen zum Besten gab, damit nicht unbedingt den Nerv der Zeit traf. Diese Zeit war hektisch, stressig, voller Geldgier, Hass und Neid. Der alte Mann grübelte deshalb immer bei seinem Spiel über dies und das und hing seinen traurigen Gedanken über die Welt und Menschen nach. Aber er wollte nie etwas anderes spielen, sich nie dem aktuellen Zeitgeist, der gerade angesagt war und dem seiner Meinung nach alle nachrannten, anpassen. Die Melodien die er spielte klangen traurig, verträumt manchmal auch etwas zuckrig. Er dachte sich aber immer dabei: "Was soll's, mir gefällt es und ich will das eben so". Das Problem war, die Menschen die ihn sahen, an ihm vorübergingen ohne genau hinzuhören, ohne sich die Zeit zu nehmen, verstanden seine Musik nicht. Die wenigen die bei ihm verharrten und ihm aufmerksam zuhörten - wohl weil sie auch noch nie so einen obskuren alten Mann mit Leierkasten gesehen hatten, bekamen glänzende Augen und sahen entspannt aus. "Vielleicht" so dachte sich der alte Mann, "vielleicht haben sie etwas von meinen Gedanken mitgenommen, vielleicht konnte ich ihnen etwas schenken". Somit war der Leierkastenmann glücklich, wenn nur einer bei ihm stand und zuhörte. Es geschah nicht selten, dass Leute vorbei rannten und meinten: "Schaut mal, der dreht doch nur vorgefertigtes Zeug und selbst dies klingt schauderhaft". Früher diskutierte er mit ihnen über Sinn und Zweck von so einem Leierkasten, der angeblich so leicht zu bedienen war. Mit der Zeit ließ er dies aber sein und lächelte bei solchen Bemerkungen nur still vor sich hin. Er liebte es einfach die Menschen zu sehen, die durch seine Melodien ihre Angst und ihren Stress, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick vergaßen. Eines Tages aber wagte er ein kleines Experiment: Er komponierte auf dem Leierkasten eine Melodieart die gerade zu der Zeit sehr aktuell und oft gehört wurde. Als er diese fertig gestellt hatte, trug er sie mit großer Lautstärke auf dem Markplatz vor. Er bemerkte, dass auf einmal viele Menschen um ihn herum standen und zuhörten. Ja, einige fingen sogar an zu tanzen. Als er abends nach Hause ging war der Hut prall gefüllt mit Geldstücken. Was ihn aber sehr traurig machte war, die wenigen Menschen die vorher seiner Musik gelauscht haben, von denen war keiner stehen geblieben. All die Menschen die er bei seiner neuen Musik sah, hatten auch kein Glänzen in die Augen bekommen. Sie waren, als sie weitergingen, genauso hektisch wie sie vorher waren. Er beschloss, dass er die neue Melodie nur noch eine kurze Zeit auf dem Markt spielte, damit er Geld für sein Essen bekam, um dann nur noch Melodien zu komponieren, die ihm gefielen und seinen wenigen aufmerksamen Zuhörern glänzende Augen in das Gesicht zauberten.
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Weitere kleine Geschichten des kleinen Leierkastenspielers:
www.minorminstrel.de/index-Dateien/minor.htm
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All tracks composed, performed, produced and mixed by -MM-
Lummerland-Studio, Römerberg 2000-2002
Keyboards, computer, composer and sequenzer programming by -MM-
Lyrics and Design by –MM–
Vocals: Noi Snap Xelacov
Graphics by Salvatore Dali and C‘T
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Album in FLAC: www.archive.org/details/MinorMinstrel_279

| Genre | Electronic | ||||||||||||||
| Sortie | 12 août 2008 | ||||||||||||||
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