Suchen, so wird dieses Album genannt und wenn man sich auf den Titel des Albums bezieht, kann man wieder viel in die einzelnen Titel hineininterpretieren, Arne macht wunderbare, einfühlsame oder auch schon mal gallige und brutale Musik, doch nur mit Anhören ist es bei Arne selten getan, denn sonst wären da nicht die Texte die soviel Aussagen wollen und können. Moralische Verfehlungen sind hier nicht etwa beim Künstler sondern bei uns allen zu suchen. Lieder wie "Junge vom Bahnhof Zoo" oder "George For President" spiegeln Bilder unserer Gesellschaft wieder, die wir ignorieren, zu verdrängen und zu vergessen versuchen. Arne erinnert uns daran, er klagt an, er wirft allerdings nicht mit Anschuldigungen um sich. Dieses Album klagt den Gesamtzustand an, das sich solche Dinge entwickeln können ist eine Sache, dass sie geduldet werden eine andere, dass sie passieren wieder eine andere und dass sie sich scheinbar immer wiederholen und oft im neuen Gewand daherkommen und von der blinden, labilen Masse geschluckt werden sowieso. Dieses Album ist möglicherweise die Suche nach einem Ausweg, nach einer Erlösung oder einem Retter, aber vielleicht ist es auch nur die Suche nach dem Grund, nach dem einfachen Warum?