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windzug

Les critiques

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EcouterEcouter
jet - part of the universe

jet

part of the universe

09/08/09

Was sich bei PART OF NOBODY zunächst anlässt wie eine wärmende Erkennungsmelodie einer Kinderserie aus der guten Pippi-Langstrumpf und Nils-Holgerson-Zeit, entwickelt sich zunehmend zu einem Trip ins bizarre Niemandsland – erst sanft ausufernd – hinaustreibend – dann zunehmend düsterer – sehnender – mit ersten Brüchen, um dann zwischenzeitlich zurückzukehren zu den wärmenden Eingangsklängen.

Die Grundmelodie des Stücks ist lässig, beschwingt - aber Drumherum und im diffusem Mittendrin – driftet man ab – dennoch ein sehr harmonisches Teil.


PART OF THE UNIVERSE ist still, zurückgenommen und schräg zugleich – wie der Flug durch einen fremdartigen faszinierenden Kosmos - Musik die laufen könnte, wenn Dr. Seltsam aus dem „Fenster“ seines Raumschiffes lugt, darum bemüht, die Bombe am Bord lieben zu lernen. Ob ihm diese Musik dabei helfen könnte, bleibt allerdings dahingestellt.

Gegen Ende gerät dieses Stück mehr und mehr in Aufruhr – scheint letztlich sogar aus seiner Umlaufbahn geworfen zu werden.


PART OF NOTHING – das klingt irgendwie nach Einsamkeit – nach einer Suche ohne Ziel, nach Ausweglosigkeit, nach einem Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt – dann Aufbegehren und kurz darauf Scheitern – wie der Hamster im Laufrad – wie der Arbeiter in seiner persönlichen „Montag-bis-Freitag-Hölle“. Er hämmert gegen die Wände – er wird leicht irre - dreht sich im Kreis - Verzweiflung – und alles wieder von Anfang an.

Wo kann einem das große Nichts anderswo hinführen als ins ......?

Ja, genau!

Am Ende treibt uns die Sehnsucht. PART OF A JET vermittelte mir ein bisschen das bitterböse Feeling, wie ich es z.B. bei einigen Songs von Velvet Underground habe. So dieser nicht zu trauenden Leichtigkeit , obgleich man im tiefsten Morast versinkt – so frei nach dem Motto:

Das Leben ist scheiße – also lass es uns leben!

Am Ende wartet das Chaos.

Doch was ist schon Chaos?
Ist das Chaos letztlich nicht ein sich ständig wiederholendes notwendiges Intermezzo, dass den ganzen Rest Leben erst möglich macht?

Ein Album - irreführend und undurchdringbar wie das Geheimnis des Lebens – und doch ganz einfach zu nehmen, wenn man es einfach nimmt, wie es eben ist – das Leben und das Album.

...und so sollte man das Album auch einfach durchlaufen lassen …und nach dem Chaos-Ende einfahc direkt wieder das erste Stück anlaufen lassen – alles wird zur Einheit - der ewige Fluss.

EcouterEcouter

Dem geneigten Hörer erwartet ein schaurig-schönes, psychedelisch stark angehauchtes Ambient-Synthy-Abenteuer, mit sich langsam aufbauenden Klangwelten.

Kapitän Hinkewurst kann bedenkenlos allen Abenteurern empfohlen werden, die gerne in entspannter Liegehaltung auf Reisen gehen, ohne sich dabei auch nur ein Stück weit bewegen zu müssen.


Aus der Albumbeschreibung:

Wenn es Nacht wird, und so mancher sich sein Pfeifchen mit wohlriechendem Kraut stopft, wehen wunderliche Töne aus den gläsernen Stämmen der Buchen. Im Schatten ihrer schwarzbelaubten Kronen steigt ein Destillat aus synthetischen Klängen empor, die knorrigen Dinger zum Schwingen zu bringen. Die Erzeuger dieses ätherischen Gemischs nennen sich 'Glaswald' und bedienen sich verschiedenster Geräte, um ihrer spontanen musikalischen Einbildungskraft Gestalt zu geben



Das Album funktioniert aber auch mit Wein und sogar nüchtern!

EcouterEcouter
DJad - Cry In Silence

DJad

Cry In Silence

02/08/09

VIEL zu wenig Abwechslung
VIEL zu wenig Seele
VIEL zu wenig eigene Inspiration

…es ist keine Musik, wenn man drei bis vier Endlosschleifen aneinander fügt ...hier gibt es kein Thema …hier gähnt nur die Langeweile

MIST!

EcouterEcouter

Eine EP zum Träumen – Musik, bei der man seine unsichtbaren Flügel aufschlagen muss und einfach abheben darf, ohne sich zu hinterfragen, ob man dies denn überhaupt kann. Man kann!

Ein kleines und dabei so großes Album, das mit seiner reinen Seele glänzt – das strahlt – und die Finsterkeit der Welt überstrahlt – hingebungsvoll und unverdorben

„A Prinzess Called Neema“ oder „Alice im Niemandsland“ – ein märchenhafter Song getragen von einer glockenhellen Stimme – die so rein, erhaben und gleichzeitig so zerbrechlich und verletzlich klingt.

Dieser Song ist eine kleine Hymne für all jene, die sich ihre Träume nicht nehmen lassen wollen… die auch als Erwachsene in Welten voller Sagen und Fabel abtauchen…

Ich könnte es mir wunderbar in einem Zeichentrickfilm des Genies Hayao Miyazaki vorstellen. Soundtechnisch 1-A- umgesetzt- zurückgenommenes und dennoch tragendes Gitarrenspiel und dazu weiche warme Drums..insgesamt eine zauberhafte Kulisse - sehr stimmungsvoll



"Bug Time" – ich liebe es!

Ein wundervolles Duett über die Liebe, die Verzweiflung und …so vieles mehr.

Melkis Stimme finde ich hier einfach toll… Eine Stimme zum versinken - weich und umarmend…

Sie ist vergleichbar mit einigen der bekannten Stimmen der NEW-WAVE-ÄRA in den 80ern. Die Musik ist so schön und so verträumt –

It's bug time
when the pretty girls sleep
and it's bug time
when the silent poets weep

lalala …ein Ohrwurm

„Music is Love“ - fragile Stimme & flüsternde Gitarreklänge, beide zart streichelnd. Musik ist Liebe - und ihr beide macht mit Liebe Musik!

Auch in diesem Stück steckt so viel Herz und Herzlichkeit.

Dieser Song sagt unter anderem: Musik sagt mehr als Worte – Musik verbindet – Musik macht Freude und man gewinnt Freunde durch Musik – Musik ist eine wunderbare Form, um Gefühle zu erzeugen

„You‘re my Mirror“

Ein Lied über die Dunkelheit – die Suche und die Hoffnung – geheimisvoll – traurig, bangend und dennoch nicht gänzlich verzagt – das ganze Leben ist wie ein Spiegel mit zwei Seiten - wo immer man auch steht, man ist nie ganz mit der anderen Seite verbunden.

Die Stimme aus dem Off gefällt mir gut

„The Dream“ – der Traum von einer anderen, besseren und friedlicheren Welt. Der Traum von einer Welt, die mehr auf die Naturgesetze hört, in der mehr Sinnlichkeit und mehr Miteinander herrscht.

Manche nennen solche Träume kindisch, weil es Träume bleiben. Doch, wenn genug diese Träume träumen, sie aussprechen und besingen, so kann die Welt sich zum Guten verändern. Ja, wenn zwei Menschen träumen, ist ein Teil des Traumes bereits Wirklichkeit geworden

Ich hoffe, Melki singt noch mehr Balladen. Sie sind seine Stärke – wenn er seine Stimme wie Balsam zarte Wellen schlagen lässt.

Kommt eine bessere Zeit ..ein besserer Ort?


einen Entwurf davon …erhält man auf jeden Fall hier ...bei Lunar Train


Danke für die kleine große Reise

EcouterEcouter

Schleppend und wie in einem unsichtbaren Morast treibend - so startet „Die Nebelseite des Berges“ – alsbald begleitet von „Nebelhörnern“

ab 2:47 gefällt mir dieser Track besonders gut, wenn die „Orgel“ dazukommt ..dann trägt alles diese besondere Form von Schwermut, die ich sehr schätze

„Tanz um den Regenmann“ klingt in meinen Ohren nach einer Mischung aus experimentellen Keller-Jazz, Einstürzenden Neubauten und dem Ren-Van-Hirk-Panikorchester – das Teil „rockt“ auf jeden Fall – wobei rocken es nicht trifft –

„Das böse Gesicht des Märchenonkels“ hätte ich sicherlich mit einem abgrundtiefen Text angereichert – wohl so bitterböse von hinten rum –und wenn ich ein richtig guter Musiker wäre, dann würde ich auch häufiger mal die Schnauze halten auf meinen Alben und Dinge auf eine Weise erzählen, wie es z.B Pan, Al oder eben Ren van Hirk tut - nämlich wortlos erzählen – doch halt!! – wortlos läuft es ja dieses mal gar nicht – Einspielungen von der Wetterfee werden kredenzt

Die „elektrische Sonne“ klingt wie Musik aus dem Film „M.A.R.K 23 – Hardware“ – einem eher mitrelprächtigen und unbekannten Film. Allerdings bietet dieser Endzeitstreifen eine wahnsinnig abgefahrene Filmmusik, die alles Mögliche mit einem anstellen kann, wenn man sie bei völliger Dunkelheit hört

Schweinegeil auf jeden Fall diese Stück von dir; genau wie das Azorenhoch, was für mich eine geleungene Weiterführung des vorangegangenen Tracks darstellt – geil!

EcouterEcouter

Höre ich die kleinen 8-Bit-Kunstwerke von Kangaroo MusiQue, dann treibt es mich meist automatisch zurück zu jenen Zeiten, als die 8-Bit-Konsolen die Spielwelt eroberten.

Und ebenso, wie es für mich auch heute noch einer großen Kunst gleichkommt, wie Programmierer etwa aus dem Commodore 64 so viel Spielspaß hervorzuzaubern konnten, finde ich es auch immer wieder beachtenswert, was Kanga mit seinem minimalistisch daherkommenden 8-Bit-Orchestra für beachtenswerte Stücke aus dem Hut zaubert

Ja, selbst…wenn das Orchestra nur zwei- drei- oder vierstimmig (spurig) in Erscheinung tritt …wie ab 2:35 Minute im ersten Stück …liefert es dennoch ..und oft gerade in diesen Momenten …für mich die schönsten Passagen.

Ein Merkmal der 8-Bit-Musik (für mich als Laien) ist wohl sicherlich auch, dass seine „klangliche Beschränkung“ u.a. jenen Vorzug in sich trägt, die über Musik transportierten Gefühle klarer zu kanalisieren. Man unterscheidet z.B. oft schneller und unbewusster/automatisch , etwa in freundliche, treibende, liebevolle, bedrohliche Melodiekonstruktionen.

8-Bit-Musik ist wie eine sehr einfach Weltsprache, ist weniger irritierend und täuschend, und beinhaltet dennoch (oder auch gerade deswegen) die wichtigsten Möglichkeiten alle menschlichen Gefühlsregungen darin/damit zum Ausdruck zu bringen

In dem 8-Bit-Stück von Bach können sich dieselben Gefühle entfalten, als würde man einem großen Orchestra lauschen – in der Reduktion liegt oft sogar ein Vorteil – schafft diese doch Raum für den Hörer.

Chopin Op 10Etude 1 – da kitzeln in meinem Bauch sogar diese kleinen Glückswellen.

Doch bei aller Ernsthaftigkeit, die Klassik für viele mit sich bringt, sehe ich auch bei diesem Album immer wieder possierliche Figuren durch zweidimensionale Welten laufen.

EcouterEcouter

Hey, der gefällt mir ja richtig gut dieser ganz spezielle leicht bizarre Electro-(NDW)-Sound – wenn auch leider nicht komplett/durchgehend - aber nichtsdestotrotz fängt mich dieser bestimmte Flair, den dieses Album verströmt – hat etwas feselndes – klingt düster - oft auch monoton (nicht im negativen Sinne) – teilweise lustig – experimentell – und vor allem klingt es nach NDW (im Sinne von Songs wie: Königin mit Rädern untendran , Winnetou und die sieben Geißlein

Umso länger das Album läuft, umso toller finde ich es …

Für Freunde von minimalistischen Electro-NDW-Sound, der sich selbst nicht immer ganz ernst nimmt und dennoch für voll genommen werden darf.
- man sollte diesem Album eine Chance geben - will heißen – über den ersten Track (den ich eher schwach finde) hinaushören –

Die Stärke des Albums liegt für mich ganz eindeutig bei den Tracks, bei denen gesungen (Sprechgesang) wird - und damit im gelungenen Zusammenspiel der meist einfachen aber eingängigen Textbrocken (die oft von wiederholt gesungenen Wörter/Wortbrocken getragen werden, wie es vor allem in den Anfängen NDW die Regel war – hierdurch wurde/wird eine künstlich monotone-kalte Stimmung geschaffen – der Mensch als Produkt/Massemedium/Roboter (Kraftwerk) – eine zentrale Botschaft – damals wie heute

Das Album hätte von mir 10 Punkte bekommen, wenn alle Stücke in der Art von „Oberschräg“ oder „mehr Bass für jlc“ dahergekommen wären

EcouterEcouter
Nil - Atmos

Nil

Atmos

31/05/09

Ein solches Albim produziere ich einhändig, während ich mit der anderen Hand masturbiere

... und nach 20 Minuten wäre ich fertig

und beides wäre besser geworden, als dieses Erzeugnis!

bei Track 1. passiert nichts anders, als das sich ein Drum/Mininmalisten-Synth ständig wiederholt

bei Track 2. wird man gefoltert durch anfänglichen Krach und bekommt danach stets denselben 2 Sekunden-Loop "geboten"

spätestens bei Track 3 weiß man dann bereits, dass es genauso läuft, wie bei Track 1 und 2

bund ei Track 4 ... :-(

und bei Track 5 .... :-(

und bei Track 6, 7 :-(

keine Ideen - keine Inspiration - kein Stil - kein Witz - kein Nix!




EcouterEcouter
jet - Zimmer 227

Es ist mitten in der Nacht und er ist hundemüde. Er muss unbedingt vom Highway runter ins nächstbeste Bett.

Oh, da hinten ist ein Hotel. Es sieht zwar nicht wirklich einladend aus, aber was soll’s. Sein Schlaf braucht keine bunten Kulissen.

Doch anstatt Schlaf fand er etwas, was ihm auch heute noch beschäftigt, lange Zeit nach dieser Nacht ...der Nacht im Zimmer 227


Jet, der Geschichtenerzähler mit den vielen Saiten (ja doch, ist schon richtig geschrieben).


Ein Vorspann, der für eine dieser dreckigen Highway 66-Storys geschrieben sein könnte, einem Film von Suchenden für Suchende – von Taumelnden und für Taumelnde – für die, die dem Glück hinterherjagen und dabei meist nur ins nächste Unglück geraten.

Nach dem Empfang folgt eine kleine Matrialschlacht – ganz schön viel los an der Rezeption ;-)

Bin ich bei Minute 6 herum eigentlich beim Zimmermädchen oder bereits an der Hotelbar?

Beides scheint mir möglich zu sein – oder vielleicht machte ihm das Mädel auch so betrunken vor lauter Geilheit, als läge er nicht mit ihr im Bett sondern als säße er an einer Bar.

Es klingt alles geheimnisumwittert – als beherbergt dieses Hotel – und allem voran das Zimmer 227 ein Geheimnis, dass es zu lüften gilt.


Teil 2 beginnt hammermäßig – also diese zerrenden/heulenden Gitarren und dann die eingesetzten Streicher (?) – das ist Filmmusik

Ich will sofort in dieses Hotel.- zur Not auch mit diesem Zimmermädchen :-)

Was war da los?

Mord und Totschlag getarnt als Grillparty? Gegrilltes Menschenfleisch?

Ne, dann hieße es Zimmer 666 …außerdem wird die bedrohliche Stimmung (so um Minute 2 herum) abgelöst von einem positiv treibenden (fast schon lebensbejahenden) Gitarrenspiel, dass zwar relativ stromlinienförmig verläuft – dabei aber von vielen „Störfeuern“ (mehrstimmiges Gitarrenspiel)heimgesucht wird.

Zimmer 227 - quasi ein Hörspiel – und jede Gitarre ein diffuser Gaukler (Akteur).

Für mich beginnt (bei Teil 2) ab Minute 5:53 das Zimmer 227. Und sollte dem widererwarten nicht so sein, so erwarte ich dennoch, dass man mich in diesem Glauben belässt.

Säufern und Kindern soll man stets ihren Glauben lassen - und ich bin beides – also pssst!


Ja, tolles Gitarren-Hörstück (+ dezenten Einsatz von Schlagzeug, Keyboard und eventuell noch anderen Instrumenten).

Zwar weiß ich nach dem Anhören immer noch nicht, was sich in diesem verfluchten Zimmer abgespielt hat – aber das ist vielleicht auch besser so.

EcouterEcouter

Zu den Texten kann ich aufgrund mangelnder Französischkenntnisse nichts sagen – musikalisch und technisch hinterließ das Album bei mir einen zwiespältigen Eindruck, u.a. deshalb, weil für mein Gefühl Breaks zu plötzlich stattfinden, etwa zwischen Akustik- und E-Gitarre – und auch störten mich überdies übersteuerte Passagen oder ein oft zu berechenbarer Aufbau der Tracks.
Gleichzeitig beinhaltet das Album durchaus gut gelungene Passagen – in meinen Ohren sind das eher die, wo ruhigere Töne angeschlagen werden. Auch finde ich die Stimme(n) in diesen Passagen tragfähiger. Wenn es temporeicher wird, neigt sie dazu leicht zu „leiern“.

Stücken wie „C'est pareil ailleurs“ hätte ich einzeln durchaus 8 Punkte gegeben - aber insgesammt reicht es nur für 6 Punkte

 

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