Ohne zu wissen, was auf einen zukommt, klingt der Name “Glasklinge” ganz interessant. Er verbindet das treffsichere “Glas” aus Heppners “Glasgarten” mit der ebenso treffsicheren “Klinge” aus diversen SVV-Foren und sonstwelchen Gothic-Amateurgedichten. Naja, man wird halt den Standard-Gothic-Kram erwarten, den man überall so hört, und genau das passiert auch auf Glasklinge: Mit erstaunlichem Geschick wendet man treffsichere, bewährte Schemata an, hält sich eng an die Konzepte von verschiedenen “größeren” Bands, und vermeidet dabei Extremeres und Neues. Das Ergebnis ist für ein kostenloses Album mitunter beachtlich, aber es wird wohl Niemandes Lieblings-CD ernsthaft gefährden, weder aus dem Liebhaber- noch aus dem Undergroundbereich. Als Hobbyprojekt recht gut, als professionelles Album einfach zu platt und unkreativ und viel zu ideenlos. Man sollte sich beim Hören nicht irre machen lassen von dem Gefühl, ein Projekt eines kleinen Freundeskreises vorliegen zu haben, oder gar, es über mehrere Lieder immer wieder mit den selben Musikern zu tun zu haben. Wahrscheinlich stimmt das.