So wie bei dem Tracker "Future Composer" oder beim "Star Trekker". Klang irgendwie immer wie C64 (SID) mit echten Instrumenten gemischt. Ich mochte diese Art der Amiga-Musik beinahe noch lieber als die "normale" Module-Musik. In diese Kerbe schlägt unser Kanga hier auch.
Auch wenn mir das vorherige Album (Playing with Angels) besser gefallen hat - ich finde, dieses meditative New-Age, das wie eine Mischung aus Jean-Michel Jarre, Schiller und Kitaro klingt, steht ihm besser - gibt es nicht viel zu meckern.
Mich persönlich hat das Lied "I do love you" nicht so angesprochen, das klingt leider etwas "standard" und reißt mich nicht besonders vom Hocker, das bügeln aber die anderen Songs wieder aus. Besonders "Lonely Sweetheart", welches anfangs sehr an "Last Ninja" erinnert, ist besonders zu empfehlen, oder "Question of Genes", das ich im Blindtest sogar Schiller zugeordnet hätte.
"Unreal Relationship" fängt gut die Gefühle ein, wenn man sich in jemanden verliebt, der jenige das aber aus irgendwelchem Grund auch immer nicht erwidert / nicht erwidern kann. Auch hier wieder Synthie-Pads und Melodien, die sehr an Schiller erinnern.
Die "Schiller"-Welle geht dann im nächsten Titel "Agony of being different" weiter - ich glaube, das käme raus, wenn man dem guten Christopher von Deylen neben seinen Synthis noch eine SIDstation oder einen C64 hinstellen würde.
"Dreaming about you" ist dann wieder eines der typischen "ruhigeren" Demoszene-Stücke, wie man sie aus Amiga-Demos bei Abspännen oder Lade-Sequenzen kennt. Gleich danach kehrt Kanga aber wieder in den "Schiller-Modus" zurück und setzt ihm auf diesem Album mit dem Stück "Emergency Cutout" ein würdiges Ende - bis er für den Final Track nochmal aufdreht und die grobpolygonigen Vektorgrafiken im Kopf sich wieder anfangen, zu drehen und zu zoomen, und in einem schönen Sinus-Scroller die Greetings vorbeifliegen. An genau das denke ich bei dem Lied "Ridge Racer in Bed".
Alles in allem wieder ein sehr gutes Album in der gewohnten Kanga-Qualität.